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Manz: Starke Auftragspipeline stimmt optimistisch

Michael Schröder

Manz ist eine attraktive Wette auf die Wachstumstrends Smartphones, Tablets und Elektroauto. Der Bereich Solar wirkt sich zwar noch etwas bremsend auf die Gewinnentwicklung aus. Das dürfe sich in den kommenden Quartalen jedoch weiter ändern. Risikobewusste Anleger können noch vor der Präsentation der Zahlen zum ersten Quartal zugreifen.

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Auch wenn die Manz AG erst am morgigen Freitag ihre Zahlen für das erste Quartal 2012 vorlegen wird. Eins kann man heute schon sagen: Das Geschäft brummt. Während reine Solar-Maschinenbauer wie Centrotherm und Roth&Rau derzeit nahezu keine Neuaufträge erzielen, hat Manz rechtzeitig weitere Standbeine aufgebaut. Mit Erfolg: 90 Prozent der Bestellungen entfallen derzeit auf Nicht-Solar-Bereiche. Insgesamt verzeichnete Manz im März einen Auftragsbestand von 104 Millionen Euro. Das sind angesichts der 2011 ausgebrochenen Solarkrise starke Zahlen. Zum Vergleich: Der Auftragsbestand im Frühjahr 2010 lag bei 70 Millionen Euro und 2011 bei 141 Millionen Euro. "Im zweiten Quartal verzeichnen wir einen anhaltend guten Auftragseingang, vor allem aus den Segmenten FPD und Li-Ionen Batterien. Der positive Trend setzt sich nach unserer Erwartung fort", erklärt Vorstand Dieter Manz gegenüber dem AKTIONÄR.

Kompatibilität der Systeme

Der Clou der Gesellschaft ist die Kompatibilität der Systeme mit verschiedenen Branchen. So mussten Maschinen, die für die Bearbeitung von Solarglas oder Wafern entwickelt wurden, nur leicht angepasst werden, um im FPD-Bereich Verwendung zu finden. Das funktioniert auch umgekehrt. Gerade hat Manz Equipment zur nasschemischen Bearbeitung der Kanten und Oberflächen von Solarwafern vorgestellt - mit Know-how aus dem Displaybereich. 

Vor Gewinnsprung

Aufgrund der starken Synergie-Effekte zwischen den Geschäftsbereichen und der hohen Nachfrage nach Smartphone- und TV-Herstellern rechnen Analysten in Zukunft mit einem Gewinnsprung. Im Schnitt wird 2013 eine Verdopplung des EBITDA vorhergesagt. Das KGV sinkt im nächsten Jahr auf 10. Auch das laufende Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,4 unterstreicht die niedrige Bewertung des Maschinenbauers. Auch aus charttechnischer Sicht hat sich die Situation wieder spürbar verbessert. Nach dem jüngsten Kursrücksetzer hat sich die Aktie im Bereich um 23 Euro wieder stabilisieren können und dürfte nun wieder Kurs auf die 30-Euro-Marke nehmen.

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