Manchester United geht in die Offensive
Der englische Fußball-Rekordmeister Manchester United macht Tempo. Medienberichten zu Folge werden sich die „Red Devils“ bereits in der kommenden Woche via Roadshow den Investoren präsentieren. Anpfiff für die Notiz an der Wall Street könnte dann bereits im August sein.
Was Sir Alex Fergusson immer wieder zu Höchstleistungen antreibt, bleibt sein Geheimnis. Mehrmals englischer Meister, Pokalsieger, Champions League-Sieger. Seit mehr als 25 Jahren ist Fergusson schon als Trainer der Red Devils. Und er ist noch immer nicht Amtsmüde.
Strippenzieher
Geht es nach Fergusson, so ist ManU längst fit für ein Comeback an der Börse. Strippenzieher und Taktgeber für dieses Vorhaben ist allerdings der US-Milliardär Malcolm Glazer. Verschiedene US-Medien berichten, dass Manchester United bereits in der kommenden Woche mit seiner Raodshow starten will. Das Coemaback an der Börse soll dann im August erfolgen. Das „Rückspiel" am Finanzmarkt wird für die Red Devils allerdings nicht in London, sondern an der Wall Street in New York stattfinden. Insgesamt wolle Manchester United dadurch 300 Millionen Dollar (rund 244 Millionen Euro) einsammeln, so die Financial Times.
Im Abseits
Es ist nicht der erste Börsengang von Manchester United. Die Aktie des Fußball-Clubs wurde zuletzt in London notiert. Abpfiff war für Manchester im Jahr 2005. Damals hatte Milliardär Glazer den Club für 790 Millionen Pfund gekauft und von der Börse genommen.
Premium-Marke
Glazer will endlich Kapital aus der Marke „ManU" machen. Dem Magazin Forbes nach ist Manchester United der wertvollste Fußballverein der Welt. Mit einem Wert von 2,2 Milliarden Dollar noch vor Real Madrid (1,9 Milliarden Dollar) und dem FC Barcelona mit 1,3 Milliarden Dollar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende Juni 2011) kam Manchester United auf einen Umsatz von 331 Millionen Pfund. Verdient wurden 13 Millionen Pfund.
Unter Druck
Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will Manchester United die hohen Schulden von rund 679 Millionen Pfund abbauen. Der Preis pro Aktie steht bislang noch nicht fest. Der Börsengang wird sicherlich von einer großen Publicity begleitet. Allerdings wird das Papier von Manchester United bald nach dem IPO wieder im Abseits landen. Fußballaktien bleiben nur etwas für echte Fans von Wayne Rooney und Co.
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