Manchester United: Blutgrätsche für Malcolm Glazer
Die Aktie von Manchester United steht schon kurz vor der IPO wieder im Abseits. Der englische Rekordmeister muss den Preis für seine Anteilsscheine kräftig nach unten schrauben. Statt wie erhofft 20 Dollar pro Aktie, werden Fergusson und Co nur 14 Dollar einnehmen. Ist das Papier eine Investition wert?
Manchester United musste sich in den letzten Monaten an Niederlagen gewöhnen. Die englische Meisterschaft ging an den Stadtrivalen Manchester City und auch in der Champions- League gewann Sir Alex Fergusson mit seinem Starensemble keinen Blumentopf. Der Titel ging letztendlich an den FC Chelsea. Die nächste Schlappe gab es kurz vor dem Börsenstart an der New York Stock Exchange.
Tackling der Investoren
Statt wie erhofft bis zu 20 Dollar je Anteilsschein zu bekommen, müssen sich die Red Devils mit 14 Dollar begnügen. Damit schrumpfen die Einnahmen auf 233 Millionen Dollar (190 Millionen Euro). Ursprünglich wollte der englische Rekordmeister 333 Millionen Dollar einnehmen, um den riesigen Schuldenberg von 679 Millionen Pfund abzutragen. „Manchester United ist eine der populärsten Marken der Welt. Man verdient tonneweise Geld durch Sponsorendeals oder Merchandising", so Jon Najarian von OptionMonster.com. Dennoch, für Najarian ist die Manchester United-Aktie noch immer viel zu teuer.
Keine Kondition
Mehrmals englischer Meister, Pokalsieger, Champions League-Sieger. Geht es nach Trainer Alex Fergusson, so ist ManU längst fit für ein Comeback an der Börse. Strippenzieher und Taktgeber für dieses Vorhaben ist allerdings der US-Milliardär Malcolm Glazer. Letzterer verkauft nur einen Teil seiner Aktien. Glazer hatte Manchester United im Jahr 2005 von der Börse genommen. Damals hatte den Club für 790 Millionen Pfund gekauft.
Unter Druck
Große Publicity darf Manchester United wohl erst wieder zum Start der englischen Premier League erwarten. An der Börse steht das Papier bereits jetzt schon wieder im Abseits. Fußballaktien wie Manchester United oder Borussia Dortmund bleiben nur etwas für echte Fans. Wer allerdings dennoch ein Spiel wagen will, der sollte das Papier der Revierkicker aus Dortmund bevorzugen.
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