MAN im Abwärtssog
Die MAN-Aktie gehört am Freitag zu den größten Verlierern im deutschen Leitindex. Neben dem schwachen Marktumfeld machen dem LKW-Bauer negative Analystenstatements zu schaffen.
Dreistellige Kursnotierungen sind bei der MAN-Aktie wieder in Ferne gerückt. Seit der Zahlenvorlage zum ersten Quartal befindet sich der DAX-Wert auf Talfahrt. Am Freitag sorgen unter anderem negative Analystenkommentare für miese Stimmung. Die Experten von NordLB haben den Titel von "Kaufen" auf "Verkaufen" und das Kursziel von 95,00 auf 83,00 Euro gesenkt. Die Ergebnisse seien wenig überzeugend ausgefallen, so Analyst Frank Schwope. Auch die WestLB rät Anlegern zur Trennung von dem Papier. Nach Ansicht von Analyst Adam Hull ist das Papier zu hoch bewertet. Sein Votum lautet "Reduce" mit Kursziel 90,00 (93,00) Euro.
Halteposition
Commerzbank-Analyst Sascha Gommel hat seine Schätzungen für 2012 wegen des schwächer abschneidenden Nutzfahrzeuggeschäfts nach unten angepasst, hält das Abwärtsrisiko der Aktie wegen der Übernahmespekulation aber für begrenzt. Der Experte rät die Aktie mit Kursziel 85,00 Euro zu halten. Auch JP-Morgan-Analyst Nico Dil hat seine Gewinnschätzungen gesenkt. Das Kursziel für den DAX-Wert hat der Experte von 96,00 Euro auf 95,00 Euro gekürzt, seine Einstufung aber auf "Neutral" belassen.
Gewinnmitnahmen belasten
Nach einem Kursplus von rund 50 Prozent seit Jahresbeginn haben Anleger nach Zahlen Kasse gemacht. Das Papier hat seit Mitte April mehr als zehn Prozent eingebüßt. Horizontale Unterstützungen warten nun bei 87,86 Euro und 86,62 Euro sowie 81,78 Euro. Zudem ist das Abwärtspotenzial für den DAX-Titel angesichts der geplanten Übernahme durch VW begrenzt. Anleger sollten daher dabeibleiben.
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