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MAN fährt unter 100

Norbert Sesselmann

Lange hat sich die MAN-Aktie nicht über der Marke von 100 Euro gehalten. Vor allem das schwache Geschäft im ersten Quartal sorgte für Abgabedruck bei dem DAX-Papier. Das operative Ergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent gefallen. Langfristig will der Konzern die Marktführerschaft erobern.

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Viel Neues hat der Quartalsbericht von heute nicht her gegeben: Wie bereits vorab berichtet, sank das operative Ergebnis um 20 Prozent auf 253 Millionen Euro. Der Umsatz legte dagegen leicht von 3,7 auf 3,8 Milliarden Euro zu. Die Jahresprognose hat der Konzern beibehalten. Nach wie vor wollen die Münchener eine Umsatzrendite von 8,5 Prozent erreichen, im Nutzfahrzeuggeschäft eine Marge von 7,0 Prozent. Im ersten Quartal lag die Konzernmarge mit 6,6 Prozent leicht unter der Zielmarke.

MAN will hoch hinaus

Langfristig ist MAN weiter zuversichtlich, kräftig zulegen zu können. Bis 2020 wollen die Münchner an die Spitze fahren. „Wir wollen bis 2020 die Nummer eins bei Commercial Vehicles werden", lässt der MAN-Chef die Muskeln spielen. Ein sehr ehrgeiziges Ziel. Daimler hatte bereits vor Jahren begonnen rund um den Globus Märkte zu erobern. Der Vorsprung ist deshalb enorm. MAN verkauft 155.520 Lastwagen und Busse pro Jahr, Daimler macht dreimal so hohe Stückzahlen.

Gut abgesichert

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner langfristig positiven Einschätzung für die MAN-Aktie. Anleger sollten dabeibleiben. Angesichts dessen, dass VW den Anteil an MAN ausbauen wird, um einen 75-Prozent-Anteil am kombinierten Autobauer zu erhalten, sichert den MAN-Kurs nach unten ab.

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