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MAN erhöht die Drehzahl - Kurzarbeit reduziert

Norbert Sesselmann

Heute ein weiteres Signal, dass es beim LKW- und Maschinenbaukonzern MAN wieder deutlich aufwärts geht. Erst am Monatag haben die Münchener anziehende Geschäfte in der Motorensparte gemeldet. Nun plant der Konzern die Kurzarbeit mehr als zu halbieren. Die Aktie hat Potenzial.

Die Geschäfte des MAN-Konzern sind im Krisenjahr 2009 massiv eingebrochen. Doch nun ziehen die Geschäfte wieder deutlich an. "Es gibt wieder mehr Bestellungen", sagte der Vorstand der Sparte MAN Diesel & Turbo der Zeitung die Welt am Montag. Heute berichtet die Süddeutsche Zeitung, dass MAN die Kurzarbeit in seinen Werken zurückfahren wird. Wegen der stärkeren Nachfrage werde es im zweiten Halbjahr nur noch 20 Arbeitstage weniger geben als üblich. Von Januar bis Juni sparte man durch Kurzarbeit noch 50 Tage ein - mehr als doppelt so viel. Die Zahl der Mitarbeiter, die von Kurzarbeit betroffen sind, bleibt allerdings konstant und beträgt weiterhin 12.000.

BRIC weiterhin Wachstumstreiber

Am Standort Nürnberg kann MAN dank einiger Auslandsaufträge völlig auf Kurzarbeit verzichten. Beliefert werden soll MAN Latin America, der größte Hersteller schwerer Lastwagen in Brasilien. Diese Sparte hat MAN vor einem Jahr seinem Großaktionär Volkswagen abgekauft und sich so Zugang zum Wachstumsmarkt Lateinamerika verschafft. Am 15. Mai wurde eine neue Fertigungslinie für LKW in Brasilien eröffnet. Die neue Montageanlage ist für eine jährliche Kapazität von 5.000 schweren LKWs ausgelegt. In unmittelbarer Nähe wird bis 2011 noch ein Zulieferpark errichtet.

Potenzial vorhanden

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner langfristig positiven Einschätzung für die MAN-Aktie. Die ersten Anzeichen einer Erholung dürften sich auch in Zukunft fortsetzten. Anleger können das aktuelle Niveau nutzen um Positionen aufzubauen. Die nächste charttechnische Hürde liegt bei 73,50 Euro. Anschließend ist der Weg bis 80 Euro frei. Ein Stopp bei 59 Euro sichert die Position weiterhin nach unten ab.

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