Dominik Schertel
Die Aktie des MAN-Konzerns ging am Freitag gegenüber der Vorwoche nahezu unverändert aus dem Handel. Der DAX-Titel konnte damit aufgrund des schwachen Marktumfelds nicht von dem positiven Newsflow profitieren.
Der Münchener Motoren- und Nutzfahrzeughersteller MAN hat einen Auftrag über 14 Großdieselmotoren erhalten. Wie der DAX-Konzern am Freitag mitteilte, hat die norwegische Werft Bergen Group Fosen Aggregate für zwei neue Autofähren bestellt. Zum Auftragsvolumen machten die Vertragsparteien keine Angaben. Branchenkenner rechnen mit einem niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.
Enormes Kurspotenzial
JPMorgan hat das Kursziel für MAN in einer Branchenstudie von 100,00 auf 105,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Der Lkw-Absatz in den USA und Europa könnte bis 2011 um bis zu 15 Prozent zulegen, schrieb Analyst Nico Dil. Die Lkw-Frachtvolumina dürften sich nun auch zügiger erholen, nachdem sie dem See- und Luftfrachtgeschäft bisher hinterher gehinkt seien, so der Experte weiter. Das ausgegebene Kursziel eröffnet ein Kurspotenzial von mehr als 50 Prozent.
Fehlausbruch
Mitte Juli hatte DER AKTIONÄR darauf hingewiesen, dass die MAN in eine Seitwärtsbewegung wischen 66 und 73 Euro übergegangen ist und das ein Ausbruch über die obere Begrenzung den Weg bis auf 80 Euro frei machen würde. Wenig später gelang der Sprung über den Widerstand, ehe ein Rückschlag bis auf unter 70 Euro folgte. Ein erneuter Ausbruch bescherte dem DAX-Wert ein neues Hoch bei 75,99 Euro. Allerdings erwies sich auch dieses Kaufsignal als nicht nachhaltig. Der Titel kehrte zurück in die Range und läuft nun in Richtung der unteren Begrenzung. In diesem Bereich dürfte die Aktie wieder gen Norden drehen.

Investiert bleiben
Anleger, die einer der AKTIONÄRs Empfehlungen gefolgt sind, bleiben weiterhin bei dem LKW-Bauer investiert. Das Kursziel liegt nach wie vor bei 80 Euro. Zur Gewinnsicherung sollte ein Stoppkurs bei 64 Euro platziert werden.