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Magere Kost bei Bijou Brigitte

Steffen Eidam

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Bei der Modeschmuckkette Bijou Brigitte ist der Glanz verblasst. Nach vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2011 ist das Wachstum komplett zum Erliegen gekommen. Die Aktie dürfte vor schweren Zeiten stehen.

Die Finanzkrise in der wichtigen Absatzregion Spanien und Portugal aber auch die starke Konkurrenz der Kaufhausketten setzen Bijou Brigitte schwer zu. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelte sich der Konzernumsatz sogar rückläufig.  

Schwieriges Umfeld

Nach vorläufigen Zahlen hat Bijou Brigitte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 374 Millionen Euro erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit ein leichter Rückgang um etwa ein Prozent. Deutlicher wird die schwache Tendenz beim Blick auf die Erlöse auf gleicher Fläche: diese verringerten sich binnen Jahresfrist um 4,8 Prozent. Nach Angaben der Hamburger war das Geschäft von dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in Spanien und Portugal geprägt, während in Deutschland und Italien zumindest eine stabile Entwicklung zu verzeichnen war. Deutliche Bremsspuren zeigen sich auch beim Filialwachstum. So hat sich die Anzahl der Läden innerhalb des vergangenen Jahres lediglich um 8 auf 1.175 Filialen erhöht. Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr ein Nachsteuerergebnis am unteren Ende der Spanne zwischen 45 und 50 Millionen Euro. Zur Höhe der Dividende will Bijou erst im März konkrete Angaben machen.

Wenig Hoffnung

Der zarte Aufschwung bei der Aktie von Bijou Brigitte dürfte mit dem vorgelegten Zahlenwerk bereits wieder zu Ende gehen. Verwunderlich ist die schwache Entwicklung allerdings nicht. Das Unternehmen steckt seit geraumer Zeit in der Wachstumsfalle. Das gilt insbesondere für die Erweiterung lukrativer Verkaufsflächen, dem Hauptwachstumstreiber von Bijou Brigitte. Auch am schwierigen Umfeld in Südeuropa dürfte sich auf absehbare Zeit nichts ändern. Darüber hinaus tummeln sich mittlerweile viele Konkurrenten im Modeschmuck-Segment. Angesichts der Wachstumsflaute ist die Aktie mit einem 2012er-KGV zu teuer bewertet. Weitere Rücksetzer in Richtung des alten Tiefs bei 62 Euro sind durchaus denkbar. Anleger sollten daher einen Bogen um Bijou Brigitte machen.

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