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Lufthansa zieht Schlussstrich unter Krisenjahr

Steffen Eidam

Mit einem gewaltigen Einbruch beim Gewinn beendet die Lufthansa das Krisenjahr 2009. Für das laufende Jahr rechnet die Kranich-Airline nur mit einer leichten Erholung, erst ab 2011 sollte es zu einer spürbaren Belebung des Geschäfts kommen. Die Aktie zeigt sich unbeeindruckt.

Der deutsche Branchenprimus Lufthansa rechnet mit einer allmählichen Erholung in der Luftfahrt. Allerdings erwarte man erst ab dem kommenden Jahr eine deutliche Verbesserung beim operativen Ergebnis. Dieses brach im abgelaufenen Geschäftsjahr infolge der Wirtschaftskrise erwartungsgemäß ein. Auf den Kurs der Lufthansa-Aktie dürfte dies keine großen Auswirkungen haben, hier sollte sich die jüngste Erholung weiter fortsetzen.

Krisenjahr abgehakt

Im abgelaufenen Geschäftsjahr brach das operative Ergebnis bei der Lufthansa um  rund 90 Prozent auf 130 Millionen Euro ein. Unter dem Strich blieb ein Verlust von 112 Millionen Euro hängen, gleichzeitig sank der Umsatz um ein Zehntel auf 22,3 Milliarden Euro. Auf eine Dividendenzahlung wird die Kranich-Airline in diesem Jahr verzichten.
Im Kerngeschäft Passage sorgten positive Ergebnisse der Töchter Swiss und Germanwings dafür, dass insgesamt nur ein leichter Verlust in Höhe von acht Millionen Euro zu Buche schlug. Im Jahr zuvor erzielte der Konzern in diesem Segment noch einen operativen Gewinn von 789 Millionen Euro. Für das laufende Jahr geht das Management aber von einem positiven Ergebnisbeitrag der Töchter  AUA und BMI aus. Auch im Segment Cargo fiel der operative Verlust 2009 mit 171 Millionen Euro höher aus als der Gewinn des Vorjahres.


Verhalten optimistischer Ausblick

Die Lufthansa rechnet im laufenden Jahr mit einer leichten Belebung im Luftfahrtgeschäft. Allerdings ließ sich der Vorstand unter anderem wegen der laufenden Tarifverhandlungen mit den Piloten zu keiner detaillierten Prognose hinreißen. Umsatz und operativer Gewinn sollen zulegen, die Kosten im Passagier- und Frachtgeschäft weiter gesenkt werden. Ein deutlich höheres operatives Ergebnis erwartet man erst für das Jahr 2011. Die Aktie zeigt sich unterdessen unbeeindruckt von den Verlusten aus dem Vorjahr und setzt ihren jüngsten Aufwärtstrend weiter fort. DER AKTIONÄR rät weiterhin zum Kauf der Aktie mit Kursziel 15 Euro.

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