Lufthansa lässt Partner „bluten“

Die rigorosen Sparmaßnahmen der Lufthansa bekommt nun ein weiterer Regionalpartner zu spüren. Bei den Analysten stößt der harte Kurs des Managements auf Wohlwollen.
Augsburg Airways fliegt einer ungewissen Zukunft entgegen. Ab dem nächsten Jahr nabelt die Lufthansa ihren Regionalpartner ab, um weitere Kosten zu senken. Die Analysten von JPMorgen trauen der Kranich-Airline trotz schwierigem Marktumfelds noch einiges zu.
Partnerschaft vor dem Aus
Die Lufthansa trennt sich mit Ende des Sommerflugplans 2013 von ihrem Regionalpartner Augsburg Airways. Danach übernimmt die Billigtochter Germanwings oder einer der drei verbleibenden Partner die vakanten Strecken. Nach Angaben des Reiseportals tma-online, sind von der Maßnahme etwa 500 Mitarbeiter betroffen. Im Rahmen der Neuausrichtung im Regionalflugverkehr hat die Lufthansa zuvor angekündigt, ihre Strukturen weiter zu vereinfachen. Seit Beginn des aktuellen Winterflugplans bedient Europas größte Airline bereits die Strecken des ehemaligen Regionalpartners ContactAir.
Sektorfavorit
JPMorgan hat in der aktuellen Betrachtung das Kursziel für Lufthansa von 13,50 auf 13,40 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. In der Begründung verwiesen die Experten auf das schwierige Umfeld für die Branche im Allgemeinen. Die Kranich-Airline dürfte aber trotz der widrigen Verhältnisse aus eigener Kraft die Ergebnisse steigern können. In den kommenden zwölf Monaten gilt die Aktie daher als der Branchenfavorit, nicht zuletzt weil die Lufthansa das beste Chance-/Risikoprofil bietet.
Ausbruch abwarten
Die Lufthansa-Aktie zählt nach wie vor zu den bevorzugten Airline-Aktien von DER AKIONÄR. Anleger sollten für einen Neueinstieg den Sprung über den Widerstand von 11,38 Euro abwarten.
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