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Lufthansa-Chef will Früchte ernten

Steffen Eidam

Die Kranich-Airline dürfte laut Firmenlenker Franz von der eingeleiteten Neuausrichtung profitieren. Die Umbaumaßnahmen sind aber noch nicht abgeschlossen, wie sich soeben bei der Techniksparte zeigt.

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Lufthansa-Chef Christoph Franz zeigte sich im Interview mit dem Deutschen Anleger Fernsehen DAF am Rande des Wirtschaftsgipfels in Davos zuversichtlich. Dennoch seien weitere Optimierungen notwendig. Ein nächster Schritt ist der Stellenabbau bei Lufthansa Technik.

Neue Herausforderungen

Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Christoph Franz erwartet auch für 2013 ein sehr anspruchsvolles Umfeld. Gegenüber dem Vorjahr habe sich die Lage in Europa aber generell verbessert. Die Ängste eines Zusammenbruchs der Eurozone haben sich 2012 nicht bewahrheitet, das schaffe Vertrauen in die Union. Hinsichtlich seines Unternehmens zeigte er sich verhalten optimistisch: "Wir haben im letzten Jahr einige Veränderungsprozesse eingeleitet, die wir in diesem Jahr auch konsequent umsetzen müssen. Das wird nicht einfach." Die eingeleiteten Anstrengung dürften aber ihre positive Wirkung auch schon 2013 zum Tragen kommen. Hinsichtlich der der Cargo-Sparte bemerkte Franz: "Wir müssen zugeben, dass die Luftfracht immer noch eine sehr verhaltene Entwicklung bisher zeigt. Hier werden wir genau beobachten und hoffen, dass wir in der zweiten Jahreshälfte 2013 eine Wiederbelebung auch im Luftfrachtgeschäft haben." Das komplette Interview finden Sie hier.

Technik-Sparte schrumpft

Die Lufthansa will in ihrer Unternehmenssparte Lufthansa Technik nach eigenen Angaben bis 2015 voraussichtlich 650 Stellen abbauen. Bei der Lufthansa-Technik in Hamburg arbeiten nach Angaben eines Unternehmenssprechers rund 8.000 Beschäftigte, bundesweit hat die Lufthansa-Tochter 13.070 Mitarbeiter. Allein in der Hansestadt sollen 400 Stellen wegfallen. Die Kranich-Airline bietet demnach den Betroffenen die Möglichkeit zur Altersteilzeit, einen früheren Renteneintritt und Aufhebungsverträge an. Freiwerdende Stellen sollen außerdem nicht wieder besetzt werden.


Gute Noten für das Management

Bei einer Umfrage unter den Managern der Reiseindustrie bekam die neue Europa-Strategie der Lufthansa gute Noten. Demnach gehen 62 Prozent der befragten Entscheider davon aus, dass sich die Verlagerung zu Germanwings bereits im laufenden Jahr positiv bemerkbar machen wird. Und 64 Prozent sind zudem der Meinung, dass Germanwings die richtige Antwort auf die europäischen Low Cost Airlines wie EasyJet und Ryanair ist. Für den AKTIONÄR bleibt die Airline weiter ein Top-Pick unter den Luftfahrtgesellschaften.

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