Lufthansa-Aktie: Streik belastet
Fluggäste der Lufthansa müssen sich am Freitag auf erhebliche Behinderungen einstellen. Die Flugbegleiter haben heute Morgen um fünf Uhr am Standort Frankfurt die Arbeit niedergelegt. Die Kranich-Airline hat reagiert und 65 Verbindungen innerhalb Deutschlands und Europas gestrichen.
Seit fünf Uhr läuft in Frankfurt der erste Ausstand des Kabinenpersonals in der Geschichte der Deutschen Lufthansa. Die Flugbegleiter werden bis 13 Uhr die Arbeit ruhen lassen. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO will ihren Forderungen nach einem verbesserten Angebot Nachdruck verleihen. Die Flugbegleiter fordern fünf Prozent mehr Gehalt sowie das Ende der Leiharbeit und Schutz gegen die Auslagerung von Jobs.
Fokus auf Interkontinentalflüge
Die Kranich-Airline hat sich nach den gescheiterten Gesprächen am Dienstag intensiv auf mögliche Streiks vorbereitet. Die Lufthansa räumt den Interkontinentalflügen Vorrang ein. Vom Ausstand betroffen sind daher in erster Linie Flüge im Inland und innerhalb Europas. Bislang wurden 64 Flüge gecancelt, was rund einem Viertel entspricht.

Unter Druck
Die Lufthansa-Aktie hatte in den vergangenen Tagen unter Gewinnmitnahmen zu leiden. Der Streik dürfte am Freitag für weitere Abgaben sorgen. Investierte Anleger sollten dennoch vorerst an dem Titel festhalten. Unterstützungen finden sich bei 9,11 und 9,23 Euro.
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