Lufthansa-Aktie: Im Sog des Streiks
Die Flugbegleiter streiken. Zumindest die Flugbegleiter bei der Deutschen Lufthansa. Und deshalb muss die Airline heute zwei Drittel der Flüge streichen. Das Verständnis der Passagier für den Streik sinkt allmählich – und auch das der Börsianer.
Nach zunächst einzelnen Streiks hat die Gewerkschaft der Flugbegleiter UFO für den heutigen Freitag einen flächendeckenden Streik von 0 bis 24 Uhr ausgerufen. Und das trifft die Lufthansa, immerhin sind in einigen Bundesländern noch immer Ferien. Viele Flugreisende stranden derzeit an den Flughäfen. Die Diskussion um Sinn und Unsinn von so genannten Mini-Gewerkschaften ist in der Politik wieder voll entbrannt.
Immer wieder Streiks
Leidgeplagte Lufthansa-Aktionäre oder Anteilseigner von anderen Fluglinien kennen das Problem: Immer wieder kommt es bei der Fluglinie zu Arbeitskämpfen. Zahlreiche Einzelgewerkschaften versuchen ihre Interessen durchzusetzen. Für den Vorstand ist die Verhandlungslage nicht ganz einfach: Macht er zu viele Zugeständnisse, weckt das Begehrlichkeiten bei den anderen.

Die Lufthansa-Aktie hat in einem zuletzt eher leichteren Gesamtmarkt ebenfalls nachgegeben. Allerdings halten sich die Gewinnmitnahmen nach den Kursgewinnen in den Wochen vorher doch in Grenzen. Offensichtlich rechnet man auf dem Parkett nicht damit, dass der Streik tiefere Lücken in die Bilanz des Konzerns reißen wird. Sollte sich jedoch auch in der kommenden Woche keine Lösung abzeichnen, dürfte die Aktie weiter unter Druck stehen. DER AKTIONÄR rät investierten Anlegern, mit einem Stopp bei 9,00 Euro zu agieren. Fällt diese nicht nur psychologisch wichtige Marke, ist ein erneuter Test des 52-Wochen-Tiefs bei 7,89 Euro möglich.
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