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Lufthansa: Wann kommen die Bullen zurück?

Steffen Eidam

Die Lufthansa-Aktie musste in den vergangenen Tagen im Rahmen einer schwachen Markttendenz ebenfalls Federn lassen. Kurz vor der Bekanntgabe der Geschäftszahlen gibt es unterdessen gute Nachrichten aus einem zuletzt fast vergessenen Geschäftsfeld.

Wenn die Lufthansa am Dienstag ihre Zahlen zum Auftaktquartal des laufenden Geschäftsjahres präsentiert, dann werden Aktionäre und Analysten sicher ganz genau hinhören. Die jüngsten Äußerungen des Unternehmens, wonach sich die Erholung insgesamt nur sehr zögerlich einstellen könnte, hat viele Anleger beunruhigt und einen Kursrutsch ausgelöst. In den Blickpunkt dürfte neben dem Sparprogramm auch die Integration der Töchter AUA und BMI rücken. Aus dem Geschäftsfeld Technik kommen unterdessen gute Nachrichten.  

Lufthansa Technik immer wichtiger

Bei der Techniktochter blickt man trotz des weiterhin angespannten konjunkturellen Umfelds wieder optimistisch nach vorne. Im laufenden Jahr könnten sich die Erlöse stabilisieren. "Wenn wir einen ähnlichen Umsatz machen wie 2009, dann denke ich, dass das gut ist", sagte Lufthansa-Technik-Chef August Wilhelm Henningsen.

Die Tochter Lufthansa Technik, einer der größten Dienstleister für Flugzeugwartungen, trägt rund 20 Prozent zum Gesamtumsatz der Kranichairline bei. Aufgrund der schwächeren Entwicklung in den Kernsegmenten Passage und Luftfracht kommt diesem Segment aber eine wachsende Bedeutung zu. Mittlerweile zeichnet die Techniksparten für einen Großteil der Gewinne verantwortlich. In den ersten neun Monaten 2009 erzielte die Tochter bei einem Umsatz von rund drei Milliarden Euro einen Gewinn von 229 Millionen Euro. Zuletzt konnte ein Auftrag von der Billigfluggesellschaft AirAsia X an Land gezogen werden. Der Dreijahresvertrag für Wartung, Reparatur und Überholung wird von der Tochter Lufthansa Technik Philippines vom Standort Manila ab März übernommen.


Charttechnisch angeschlagen

Aus charttechnischer Sicht hat sich die Lage zuletzt etwas eingetrübt. Das Lufthansa-Papier fiel am Freitag unter die Unterstützung bei 11,40 Euro zurück. Nun droht ein kurzfristiger Rücksetzer in den Bereich von 10,30 Euro. Wenn es der Aktie gelingt, das alte Zwischenhoch bei 11,40 Euro zurückzuerobern, bekäme der Titel Luft bis zunächst auf das alte Hoch bei 12,50 Euro. Im Anschluss daran könnte die Notierung bis auf 14 Euro anziehen. Mittelfristig dürfte die Aktie von Lufthansa deutlich höher notieren. DER AKTIONÄR hält den Kursrutsch für überzogen und bleibt Lufthansa gegenüber weiterhin optimistisch und setzt im Online-Musterdepot zunächst auf eine schnelle Erholung des Lufthansa MINI-Long.

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