Lufthansa: Schlichtung statt Streik
Die Aktie der Lufthansa zählt im frühen heutigen Handel zu den besten DAX-Werten. Für Erleichterung sorgt vor allem die Meldung, dass es bis Oktober keine weiteren Streiks mehr geben wird. Stattdessen soll ein prominenter Schlichter soll beide Parteien zur Einigung verhelfen.
Schlichtung statt Streik - so lautet die neue Devise im Streit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo mit der Lufthansa. Nach dem heftigsten Streik in der Geschichte der größten deutschen Fluggesellschaft am vergangenen Freitag, haben sich beide Seiten darauf geeinigt, den Tarifkonflikt zunächst im Rahmen eines sechswöchigen Schlichtungsverfahrens fortzusetzen. Damit sind weitere Streiks bis Oktober vom Tisch.
Prominente Schlichter-Kandidaten
Als mögliche Schlichter werden prominente Namen gehandelt. Der Spiegel hat Altbundespräsident Horst Köhler ins Spiel gebracht. Anderen Medieneberichten zufolge sind auch der frühere Verfassungsgerichts-Präsident Hans-Jürgen Papier sowie der ehemalige SPD-Chef Franz Müntefering im Rennen.

Am Ball bleiben
Wer letztlich als Schlichter berufen wird, ist aber zweitrangig. Für die Lufthansa bedeutet das Schlichtungsverfahren vor allem einen wichtigen Zeitaufschub, der teure Streiks verhindert. Letztlich dürften Lufthansa und Ufo nun genug Zeit haben, um eine Lösung zu finden. Anleger können daher unter Beachtung des Stoppkurses von neun Euro investiert bleiben, denn mittel- bis langfristig zählt die Kranich-Airline weiterhin zu den Top-Picks der Branche.
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