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LPKF Laser-Finanzchef: "Profitabilität geht vor Wachstum"

Michael Schröder

LPKF Laser befindet sich in nahezu allen Belangen auf Kurs. Die Bewertung bietet mit einem 2013-er KGV von 10 angesichts der zweistelligen Wachstumsraten noch viel Luft nach oben. Auch aus charttechnischer Sicht sind die Ampeln nach Vorlage der Quartalszahlen auf Grün gesprungen.

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Ein Schlüssel zum Erfolg der LPKF Laser AG ist das breit gefächerte Produktportfolio, das speziell auf unterschiedliche Nischenmärkte zugeschnitten ist. DER AKTIONÄR sprach mit dem LPKF-Finanzvorstand Kai Bentz über aktuelle Situation sowie die aussichten des Tipp des Tages vom 27. August.

DER AKTIONÄR: Herr Bentz, wie zufrieden sind Sie mit der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr?

Kai Bentz: Ich bin ausgesprochen zufrieden. Wir haben ein richtig gutes zweites Quartal hinbekommen. Die EBIT-Marge lag bei 18 Prozent - ein richtig schöner Wert. In den ersten sechs Monaten ergibt das kumuliert einen Wert von 15 Prozent. Mit 50 Millionen Euro Umsatz haben wir bereits die Hälfte von unserer Jahresprognose eingefahren - und das bei einer ausgesprochen guten Auftragssituation.

Welchen Geschäftsbereich würden Sie im Moment als besonders stark hervorheben?

Basierend auf unserer Kernkompetenz sind wir ja in den unterschiedlichsten Märkten tätig. Für die Elektronikindustrie bauen wir beispielsweise Maschinen zum Schneiden von Leiterplatten, das läuft ausgesprochen gut. Wir haben ein patentiertes Verfahren, zu dem wir Maschinen liefern, mit denen im Wesentlichen Antennen für Smartphones, Laptops und Tablets-PCs hergestellt werden, das läuft auch sehr gut. Im Solargeschäft haben wir derzeit eine Sonderkonjunktur. Auch dort läuft es daher sehr gut. Abgerundet wird das positive Bild durch den Bereich Kunststoffschweißen, also das Schweißen von Kunststoffteilen mithilfe eines laserbasierten Systems. Auch das läuft ausgesprochen gut. Wir können also eigentlich keinen Bereich als besonders stark hervorheben.

Was steckt hinter der Sonderkonjunktur im Solarbereich?

Wir haben im Dezember 2011 einen Rahmenauftrag in Höhe von 43 Millionen Euro bekommen, den wir nicht einfach in unsere Auftragseingänge und -bestände genommen haben. Ich denke, wir werden bis zum Jahresende vielleicht die Hälfte davon abgearbeitet haben. Das läuft im Moment sehr planmäßig. Die Maschinen rentieren sich in einer sehr kurzen Zeit. Das ist ja auch der Grund, warum er Kunde bestellt, obwohl ihm ein sehr stürmischer Wind in seiner Branche um die Nase weht. Diese mögliche Effizienzsteigerung treibt unser Geschäft in diesem Bereich.

Haben Sie die Sorge, dass eine Ausweitung der Krise im Solarmarkt auch für Sie negative Effekte haben könnte?

Für 2012 mache ich mir da wenig Sorgen. Alle Zahlungen sind seit Langem voll im Plan. Wenn ich den Blick in Richtung 2013, 2014 richte, da wird es in der Tat sehr schwer, vorherzusagen, wie sich dort das Geschäft entwickeln wird. Das Gute wiederum ist, dass wir auch hier eine sehr flexible Fertigung haben. Wir haben nicht die großen Maschinenparks oder die Fertigungsstraßen, die wir dann abschreiben müssten. Wir haben eine wenig kapitalintensive Produktion. Zudem liefert der Solarbereich insgesamt auch nur einen überschaubaren Anteil an den Gesamtumsätzen.

Zum Abschluss: Wo sehen Sie die Gesellschaft in drei Jahren?

Wir haben bisher eine Prognose bis 2014 veröffentlicht. Diese sieht ein Umsatzwachstum von rund zehn Prozent pro Jahr und eine EBIT-Marge zwischen 15 und 17 Prozent vor. Upsidepotenzial ergibt sich hier beispielsweise durch neue Großaufträge. Wir wollen in den nächsten Jahren weiter wachsen, das aber unbedingt profitabel tun. Das Motto lautet daher: Profitabilität vor Wachstum!

Vielen Dank für das Gespräch!

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