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Lehman und die Folgen: Milliardengewinne dank Untergang

Andreas Deutsch

Genau zwei Jahre ist es her, dass Lehman Brothers Konkurs anmelden musste und die Finanzwelt erschütterte. Banken standen am Abgrund, später auch Staaten. Nun steht fest: Für einige war die Pleite der Investmentbank ein sehr lukratives Geschäft.

Nach Recherchen der Financial Times hat die Abarbeitung der Lehman-Insolvenz inzwischen beinahe zwei Milliarden Dollar gekostet. Ganze Heerscharen von Juristen, Wirtschaftsprüfer und Insolvenzexperten hätten sich am "Leichenschmaus" beteiligt, so das Blatt. Insgesamt wirkten 1.300 Experten an der Abwicklung mit, 1.000 in den USA, 300 in Europa.

Riesige Bilanz

Bei Lehman gab es für sie viel zu verdienen, da zur Zeit der Pleite 700 Milliarden Dollar in der Lehman-Bilanz standen. So waren auch die Abwicklungskosten sehr hoch. So hat allein die Auflösung des US-Geschäfts bislang 917 Millionen Dollar gekostet. Die Auflösung des europäischen Geschäfts hat 900 Millionen Dollar verschlungen.

75 Milliarden Schaden

Lehman Brothers ist das prominenteste Opfer der Finanzkrise. Die Pleite kam überraschend, da die amerikanische Regierung zuvor drei große Banken (Bear Stearns, Fannie Mae und Freddie Mac) mit Milliarden Dollar gerettet hatte. Experten beziffern den Schaden, der durch die plötzliche Insolvenz entstanden ist, auf bis zu 75 Milliarden Dollar.

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