Dominik Schertel
In einem freundlichen Marktumfeld finden sich heute die Aktien des Spezialchemie-Konzerns Lanxess mit an der Spitze des MDAX wieder. Grund für den Kurssprung ist die Anpassung der Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2009 seitens des Managements.
Ein besser als erwartet verlaufenes viertes Geschäftsquartal hat die Konzernlenker von Lanxess veranlasst, ihre Ergebnisprognose für 2009 nach oben anzupassen. Die Firmenführung erwartet nun ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 450 und 470 Millionen Euro, statt bisher 400 bis 420 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2008 erreichten die Leverkusener noch ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 721 Millionen Euro. Die endgültigen Geschäftszahlen für 2009 wird der MDAX-Konzern am 17. März vorlegen.
Winter macht Freude
Wie bereits erwähnt, wurde die Ergebnisprognose aufgrund des guten Schlussquartals angepasst. In den letzten Wochen des Jahres profitierte Lanxess von der starken Entwicklung im asiatischen Raum sowie von dem guten Kautschuk-Geschäft, welches durch die hohe Nachfrage nach Winterreifen in Europa und Nordamerika angekurbelt wurde.
Krise weiter spürbar
Auch wenn die aktuelle Entwicklung als positives Zeichen zu werten ist, gibt sich Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann zurückhaltend: "Insgesamt bleiben die Auswirkungen der Krise vor allem in Europa und Nordamerika weiterhin deutlich spürbar." Darum müsse man die eingeleiteten Krisenmaßnahmen im Rahmen des "Challenge-" Programms unverändert fortsetzen, so Heitmann weiter.
Aufwärtstrend intakt
Die Lanxess-Aktie führt heute gemeinsam mit den Papieren von Demag Cranes die Gewinnerliste im MDAX an. Nach einem Absturz von rund 28,00 Euro auf unter 11,00 Euro Ende des Jahres 2008, setzte die Lanxess-Aktie 2009 zur Aufholjagd an. In einem intakten Aufwärtstrend kletterte das Papier zurück auf über 30,00 Euro, ehe ein kleiner und gesunder Rücksetzer folgte. Heute gewinnt der MDAX-Titel nun weiter an Fahrt und steuert auf den Widerstand bei 28,50 Euro zu. Danach könnte ein Angriff auf das bisherige Jahreshoch erfolgen.

Gewinne laufen lassen
Anleger, die der Kaufempfehlung des AKTIONÄRs Ende August 2009 gefolgt sind, können sich über ein Gewinnpolster von fast 40 Prozent freuen. Auf dem aktuellen Niveau sollten die Papiere nun gehalten werden. Bei Kursen unter 26,30 Euro auf Schlusskursbasis sollte die Reißlinie gezogen werden. Potenzielle Neueinsteiger sollten erst bei Kursrücksetzern zugreifen.