Kursziel halbiert: Solarworld mit KGV 70 und weiter unter Druck
Die Woche startet für Solarworld, wie die alte aufgehört hat: im Minus. Grund ist ein erneuter Analysten-Nackenschlag. Der Abwärtstrend ist derweil voll intakt.
Nach einer extrem schwachen Handelswoche startet Solarword am Montag erneut mit tiefroten Vorzeichen. Grund ist eine Herabstufung. UBS senkte das Kursziel von 3,00 auf 1,50 Euro. Dies ist die jüngste von 17 Verkaufsempfehlungen. Dem stehen nur noch acht "Halten" und ein "Kaufen" gegenüber. Da die Experten - die meisten relativ spät und nur scheibenweise - ihre Gewinnschätzungen gesenkt haben, hat sich das KGV trotz Kursverlusten deutlich erhöht. Für 2012 liegt es nun bei 70 und für 2013 bei 38.
Mehr Sinn macht angesichts der momentanen Krise und des Margendruckes ein Blick auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis. Dieses liegt derzeit bei 0,21. Das ist vermeintlich günstig. Doch gleichzeitig wachsen bei Investoren die Zweifel, ob Solarworld langfristig überlebt: Die Anfang 2017 zur Rückzahlung anstehende Anleihe ist innerhalb eines Jahres von 100 auf 33,49 Euro gefallen.
Firmenchef Frank Asbeck bleibt jedoch kämpferisch. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht Frank Asbeck erneut klare Worte. "Man will uns kaputtmachen. Unsere Gegner wollen die Solarenergie aufhalten, bevor es zu spät ist." (mehr dazu: "Solarworld sagt RWE, E.on und China den Kampf an")
Steiler Abwärtstrend
DER AKTIONÄR bleibt zunächst bei seiner Meinung: Nicht ins fallende Messer greifen! Die psychologisch wichtige 2-Euro-Marke war am Freitag ohne Widerstand gefallen. Schnäppchenjäger sollten abwarten und ihr Pulver trocken halten. Zumal der Solarmodulhersteller derzeit mit vielen Problemen (siehe auch: "Bilanz-Zündstoff") kämpft.

Centrotherm ist ebenfalls auf ein neues Rekordtief gerutscht. Mehr zu Centrotherm lesen Sie in aktuellen Ausgabe des DER AKTIONÄR, die Sie ab sofort als e-Paper-Version herunterladen können.
300 Prozent Short-Gewinne
Auch der Wechselrichter-Weltmarktführer SMA Solar dürfte weiterhin unter Margendruck leiden. Die Short-Empfehlung mit der WKN RBS 78S (Plus 30 Prozent) bleibt ein Kauf. Auch der in diesem Aktienreport empfohlene Put auf First-Solar ist weiter aussichtsreich.
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