Paukenschlag bei Douglas. Die Gründerfamilie Kreke möchte die Handelskette mit Hilfe von Investoren von der Börse nehmen. Die Aktie reagiert mit einem Kursfeuerwerk auf die Nachricht.
Erst gestern sorgten enttäuschende Geschäftszahlen für lange Gesichter bei den Douglas-Aktionären. Heute dürften sich die Mienen aber deutlich aufhellen. Die Gründerfamilie will mit der Unterstützung von Investoren die Handelskette übernehmen und anschließend von der Börse nehmen.
Verhandlungen laufen
Die Douglas-Gründerfamilie Kreke, die mit knapp 13 Prozent am Unternehmen beteiligt ist, strebt ein Delisting von der Börse an. Hierbei bauen die Gründer auf die Unterstützung mehrerer Investoren, unter anderem von Apax sowie BC Partners. "Die Gespräche befinden sich noch in der Konzeptphase, eine Entscheidung ist aber noch nicht getroffen worden," sagte ein Insider zu Dow Jones Newswires. Mittlerweile hat auch Familie Kreke die Gespräche mit Investoren bestätigt. Demnach tagen zur Stunde einflussreiche Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Nach Angaben von Dow Jones liegen bis dato aber noch keine verbindlichen Angebote eines Finanzinvestors vor.
Kursexplosion
Die Aktie von Douglas schießt nach Bekanntwerden der Übernahmegerüchte um knapp 30 Prozent auf über 32 Euro nach oben. Dabei handelt es sich vor allem um einen Short-Squeeze, denn noch am Vortag haben viele Anleger die Douglas-Aktie nach enttäuschenden Unternehmensdaten geshortet. Jetzt sehen sich diese Investoren gezwungen, die Papiere zurückzukaufen.
Verworrene Situation
Viele Händler tun sich derzeit mit einer Einschätzung sehr schwer. So gibt es Stimmen, die ein Delisting angesichts der operativen Probleme als sinnvoll bezeichnen. Schließlich könnte man sich somit dem zwingenden Quartalsrythmus entziehen und auf die Restrukturierung konzentrieren. Klaus Kraenzle von Silvia Quandt Research kann sich hingegen unter keinen Umständen einen solchen Schritt vorstellen. Auch vor dem Hintergrund eines drohenden Übernahmeversuchs durch den Drogeriekettenbesitzer Erwin Müller sei ein Delisting nicht sinnvoll. Angesichts der übereinstimmenden Interessen von Kreke und Großaktionär Oetker sei dies nicht notwendig: "Die verfügen jederzeit über eine Kontrollmehrheit."
Der Handelskonzern Douglas möchte offenbar sein Problemkind Thalia verkaufen. Derzeit laufen erste Gespräche mit Investoren, berichten informierte Kreise. ...mehr
Der Handelskonzern Douglas hat im Weihnachtsquartal zwar weniger verdient, die Erwartungen der Analysten aber dennoch übertroffen. Die Zahlen spielen ohnehin derzeit eine eher untergeordnete Rolle. ...mehr
Wieder einmal heizt Großaktionär Müller die Fantasie bei Douglas an. Ein möglicher Anteilsausbau bis hin zur Sperrminorität ärgert die Gründerfamilien – aber schmeckt dafür den Anlegern umso besser. ...mehr
Zukunftswerte sucht Anschluss an die ehemalige Telekomgesellschaft 3U, die sich jetzt mit erneuerbaren Energien beschäftigt. Der Aktionärsbrief hält an der Douglas Holding fest, bestenfalls. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots....mehr
Platow Emerging Markets hält den Boden bei Hutchison Whampoa für tragfähig für einen Kursanstieg. Aktien-Strategie hält die Aktie von Kontron weiterhin für kaufenswert. Die Prior Börse denkt bei Douglas an Gewinn. Zudem gibt es Änderungen in Musterdepots.
...mehr