KUKA und Metro im Blick der Anleger; Börsenwelt Presseschau II
Die Platow Börse freut sich über die anhaltend guten Aussichten für KUKA. Der Effecten-Spiegel ändert das Fußballzitat "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" für Metro um in "Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg".
Börsenwelt Presseschau: Die Experten der Platow Börse erinnern an die seit längerer Zeit erfreuliche Kursentwicklung der Aktie des Maschinenbaukonzerns KUKA. Die Gründe dafür sind zum einen der positive Verlauf des Gesamtmarktes. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) teilte Anfang des Monats mit, wichtige Auslandsmärkte würden sich hoffentlich erholen und die Branche dürfte sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr jeweils um preisbereinigt zwei Prozent wachsen. Da KUKA in einem konjunkturell stabileren Zweig der Branche tätig ist, dürfte das Unternehmen überdurchschnittlich zulegen. KUKA möchte mit EADS bei der Vermarktung von Robotik-Lösungen zusammenarbeiten. Dabei geht es um ein neues Verfahren zum Zusammenfügen von Metallteilen. Dafür sollen Roboter von KUKA mit neuen Entwicklungen von EADS ausgestattet werden. Zudem erhielt die US-Tochter einen weiteren Auftrag für das ohnehin gut gefüllte Orderbuch. Der Aufwärtstrend des Aktienkurses dürfte also anhalten. Anleger sollten den Stoppkurs bei 17,80 Euro setzen.

Der Effecten-Spiegel: Absteiger als heißer Aufstiegskandidat
Nach dem Abstieg aus dem DAX sehen die Experten des Effecten-Spiegels die Chancen für den Wiederaufstieg von Metro als durchaus reell an. Der Konzern weist einen Börsenwert von derzeit 8,3 Milliarden Euro auf. Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni auf 5,91 Milliarden Euro und die flüssigen Mittel auf 1,77 Milliarden Euro. Analysten schätzen den Umsatz für dieses Jahr auf 67 Milliarden Euro. Allein diese Kennziffern rechtfertigen einen deutlich höheren Aktienkurs. Zudem möchte der Vorstand das EBIT vor Sonderfaktoren aus dem Vorjahr trotz des schwierigen Umfeldes halten. Anleger müssen allerdings langfristig denken, denn es kommt bei dem Handelsunternehmen immer wieder zu Rückschlägen. Auch die Risiken in Bezug auf das schwierige Verhältnis mit dem Großaktionär, dem Familienunternehmen Franz Haniel & Cie. GmbH, sind mit zu berücksichtigen. Dafür erhielten die Aktionäre für das vergangene Jahr eine Dividende von 1,35 Euro je Stammaktie und von 1,49 Euro je Vorzugsaktie. Das entspräche aktuellen Renditen von 5,4 beziehungsweise 6,2 Prozent. Langfristig orientierte Anleger sollten deshalb die Stammaktie mit einem Kurspotenzial von 30 Euro oder die Vorzugsaktie mit einem Kurspotenzial bis 29 Euro kaufen.
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