Norbert Sesselmann
Krones spürt auch im zweiten Quartal eine deutliche Belebung der Nachfrage. Die Prognose für das laufende Jahr hat der Anlagenbauer bereits bestätigt. Die Analysten sehen Potenzial und auch aus der Charttechnik gibt es Signale für weiter steigende Notierungen. Risikobewusste Anleger setzen auf das Derivat des Tages.
Krones ist wie die gesamte Maschinenbaubranche arg unter die Räder gekommen. Für die Unternehmensführung steht aber fest: Der Konzern wird 2010 wieder in die schwarze Zahlen zurückkommen. Auf Gesamtjahr rechnen die Neutraublinger mit einem Umsatzplus von fünf bis 15 Prozent auf 1,95 bis 2,15 Milliarden Euro. Der Vorstand hält ein Umsatzvolumen auf dem Niveau von 2007 für realistisch. Im zweitstärksten Jahr der fast 60-jährigen Unternehmensgeschichte wurden rund 2,16 Milliarden Euro umgesetzt.
Verlust egalisiert
Das Management peilt für 2010 ein Nettoergebnis im „nennenswerten" zweistelligen Millionen-Euro-Bereich an. Der Nettoverlust aus dem vergangenen Jahr soll damit egalisiert werden. Im Jahr 2009 verbuchte Krones einen Verlust von 34,5 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 106,4 Millionen Euro im Jahr 2008. Bereits im ersten Quartal 2010 gelang den Oberpfälzern die Trendwende. Der Umsatz zog um elf Prozent an, die Bestellungen um 33 Prozent.
Kursziel 53 Euro
Die Berenberg Bank hat die Einstufung für die Aktie von Krones nach einem Unternehmensbesuch am Stammsitz und der Haupt-Produktionsanlage auf "Buy" mit einem Kursziel von 53,00 Euro belassen. Der Anlagenbauer dürfte von dem schwachen Euro profitieren, da er mehr als 50 Prozent seiner Umsätze außerhalb der Eurozone generiere, so Stephan Klepp. Die Aussicht, auf einen jährlich zweistelligen Wachstumspfad zurückzukehren, werde somit durch die Währung unterstützt.
Weiterhin kaufenswert
Die langfristigen Wachstumsaussichten sind für Krones unverändert gut. Die Weltbevölkerung nimmt zu. Der Wohlstand in vielen Ländern steigt, und damit auch der Konsum. Für den AKTIONÄR gehört das Unternehmen weiterhin mit zu den besten Maschinenbauern in Deutschland. Der Stopp sollte knapp unter dem Aufwärtstrendkanal bei 36,50 Euro platziert werden.

Derivat des Tages
DER AKTIONÄR hat bereits am 08.04. das Hebelzertifikat der Commerzbank zum Kauf empfohlen. Das Papier mit der WKN CM3 F6H notiert aktuell bei 1,00 Euro, und somit bereits 25 Prozent über dem empfohlenen Einstiegspreis bei 0,80 Euro. Für einen Neueinstieg ist es aber immer noch nicht zu spät. Im ersten Zielbereich bei 48 Euro wird das Zertifikat mehr als 50 Prozent über den aktuellen Kurs notieren.