Kolumne: Apple ist Mercedes, Nokia ist Porsche
Ein kontroverses Thema. Bei Diskussionen über Apple fliegen schon einmal die Fetzen. Die große Frage ist: Ist die Erfolgsstory vorbei oder fängt sie gerade erst an?
Neulich in Kulmbach. Ich sitze mit elf Kollegen im Restaurant und sehe auf dem Tisch tatsächlich elf identische iPhones liegen. Ich darf sitzen bleiben - trotz Samsung Nexus. Ich war schon als Kind anders. Ich weigere mich etwa seit jeher - ob beim Buffet oder Konzert - mich in lange Schlangen einzureihen. Man müsste warten. Für etwas, was schon, weil es jeder will, unoriginell ist und sich eingestehen, dass man nicht Erster war, sondern bereits ein Hinterherläufer ist. Dies ist wohl der Hauptgrund, weswegen ich nie ein iPhone erworben habe und jetzt keine Apple-Aktie mehr kaufen würde.
2007, das iPhone war neu und einzigartig, der Markt noch jungfräulich, wäre es eine geniale Idee gewesen, Apple-Aktien zu kaufen. Doch jetzt, nach über 400 Prozent Kursplus - ist es viel, viel zu spät. Katalysator für den Kursrutsch werden Margenverluste beim iPhone durch Marktsättigung und brutale Konkurrenz durch Android- und Windows-Handys sein.
Ja zur Vielfalt und Antizyklik
Größte Gefahr für Apple ist: Die Marke verliert an Frische. Gerade Jugendliche greifen immer öfters zu anderen Marken. Ein Lumia-Kunde und ehemaliger iPhone-Besitzer brachte es in einer Amazon-Bewertung auf den Punkt: "Apple ist Mercedes, Nokia ist Porsche". Das omnipräsente iPhone wird langweilig. "Aha"-Rufe ernten heute jünger wirkende, buntere Modelle von Nokia oder HTC. Nein zu Apple, ja zur Vielfalt und Antizyklik.
DER AKTIONÄR rät zum Kauf der Apple-Aktie. Das Papier befindet sich im Aktien-Musterdepot. Doch auch Wirtschaftsredaktionen setzen sich aus vielen unterschiedlichen Redakteuren und Meinungen zusammen. Grund genug, beide Seiten zu Wort kommen zu lassen. Long oder Short? Bilden Sie sich selbst Ihre Meinung!
5 Gründe, warum Sie die Aktie jetzt verkaufen sollten!
5 Gründe, warum Sie die Aktie jetzt kaufen sollten!
Der Artikel "Apple: Chance oder Short" ist in der AKTIONÄR-Ausgabe 49/2012 erschienen.
Immer gut informiert
Das Online-Real-Depot garantiert absolute Transparenz - es berücksichtigt sowohl Ordergebühren als auch die Abgeltungssteuer. Der kostenlose Newsletter informiert zeitverzögert per Email über alle Veränderungen im Depot. Mit dem SMS-Alarm hat DER AKTIONÄR einen weiteren Service im Angebot. Registrierte Nutzer werden über jede Transaktion realtime per SMS auf das Handy informiert. Für weitere Informationen zum DER AKTIONÄR Online-Real-Depot SMS-Alarm einfach hier klicken
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.
Aktien-Reports
Weitere Artikel zum Thema
Während die Apple-Aktie zuletzt kräftig unter die Räder gekommen ist, ist Nokia auf das höchste Niveau seit April gestiegen. Die Finnen haben sich China Mobile mit über 700 Millionen Kunden als Partner gesichert. Apple steckt noch in Verhandlungen....mehr |
Ein kontroverses Thema. Bei Diskussionen über Apple fliegen schon einmal die Fetzen. Die große Frage ist: Ist die Erfolgsstory vorbei oder fängt sie gerade erst an? ...mehr |
Die Aktie von Apple kann sich weiter nicht nennenswert von ihren starken Kursverlusten erholen. Jetzt hat sich ein ehemaliger Apple-Chef zu Wort gemeldet und spricht von einer „verrückten“ Bewertung der Aktie. Der Kurssturz in den vergangenen Monaten sei überzogen....mehr |
Samsungs neues Flaggschiff Galaxy S4 hat sich weniger als einen Monat nach Markteinführung mehr als zehn Millionen Mal verkauft - mit solchen Absatzzahlen konnte bislang nur Apple aufwarten. Die Kalifornier stehen indes unter Zugzwang. ...mehr |
Die US-Regierung hat ein Auge auf Apple geworfen. Der iPhone-Hersteller soll durch ein komplexes Netz an Auslandsfirmen Milliarden Dollar an Steuerzahlungen gespart haben. Die Kalifornier betonen unterdessen, im Rahmen der Gesetze zu handeln....mehr |
























