Klöckner & Co: Was bahnt sich denn hier an?
Überraschung beim Stahlhändler Klöckner & Co. Der Essener Konkurrent Interfer hat sich mit knapp acht Prozent an dem im MDAX notierten Unternehmen beteiligt und steigt damit zum mit Abstand zum größten Einzelaktionär auf.
In der Vergangenheit ist der Stahlhändler Klöckner & Co durch Übernahmen rasant gewachsen. Doch in den vergangenen Monaten hat sich der Konzern zurückgehalten. Die Stahlkrise hat das Unternehmen mit voller Wucht getroffen. Die Stahlpreise befinden sich noch immer auf einem niedrigen Niveau. Als Händler, der stets Stahlprodukte eingelagert hat, leidet Klöckner & Co naturgemäß unter fallenden Preisen, da dies eine Abwertung der Lagerbestände mit sich bringen kann.
Deutsche Bank als Berater
Die Bewertung der Aktie ist trotz einer soliden Bilanz in den vergangenen Monaten eingebrochen. Das hat offensichtlich den Essener Konkurrenten auf den Plan gerufen, der seine Beteiligung in den vergangenen Wochen deutlich aufgestockt hat. Hinter Interfer steht Albrecht Knauf, der vor allem für die Baustoffe, die die Knauf Gips KG produziert, bekannt. Welche Strategie Interfer bei Klöckner & Co verfolgt ist unklar. Medienberichten zufolge hat Knauf die Deutsche Bank als Berater engagiert.

DER AKTIONÄR hat die Aktie von Klöckner & CO erst vergangene Woche als Trading-Chance vorgestellt. Die Aktie dürfte heute von dieser Meldung deutlich profitieren. Noch ist es etwas früh: Aber hier könnte sich durchaus eine Übernahme anbahnen. Der Jäger Klöckner & Co könnte durchaus zum Gejagten werden. Anleger bleiben auf alle Fälle dabei.
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