Klöckner & Co: Keine guten Neuigkeiten
Der Stahlhändler Klöckner & Co steckt nach wie vor in der Krise. Für das zweite Quartal meldet das Unternehmen einen Verlust von 38 Millionen Euro. Damit liegen die Zahlen unter den Erwartungen der Analysten. Im Vorjahresquartal stand noch ein Gewinn von fünf Millionen Euro zu Buche.
Dabei macht sich die Eurokrise negativ bemerkbar. Der Stahlpreis befindet sich nach wie vor im Keller - die Nachfrage ist schwach. Klöckner & Co will darauf mit einer Verschärfung des Sparprogramms reagieren. Angesichts der trüben Wirtschaftsaussichten sollen statt 700 nun 1.300 Stellen wegfallen. Bis zum Jahresende soll das Sparprogramm weitgehend abgeschlossen sein. Es soll danach das EBITDA um rund 90 Millionen Euro verbessern, bislang waren 70 Millionen angestrebt.
Prognose zu optimistisch
Vorstandschef Gisbert Rühl macht den Anlegern keine Hoffnung auf schnelle Besserung. „Die Lage in Europa ist zunehmend angespannt und wir sehen die weitere Entwicklung weiterhin skeptisch", sagt der Konzernlenker. Das angepeilte operative Ergebnis von 217 Millionen Euro hält Rühl für „eher unwahrscheinlich". Zwar entwickelt sich das Geschäft in den USA durchaus gut, doch mit der Übernahme in Brasilien hat das im MDAX notierte Unternehmen Probleme. Klöckner & Co musste 21 Millionen Euro abschreiben.

Die Aktie des Stahlhändlers dürfte weiterhin unter Druck stehen. DER AKTIONÄR hatte zuletzt dazu geraten, das Papier nur auf der Beobachtungsliste zu belassen. Derzeit drängt sich ein Einstieg nicht auf. Woher ein positiver Newsflow kommen soll, ist nicht ersichtlich. Zunächst muss sich das Umfeld bessern. Es gibt derzeit aussichtsreichere Aktien auf dem Markt.
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