Klöckner & Co: Ganz schwach
Während die Aktien der beiden Stahlproduzenten ThyssenKrupp und Salzgitter heute deutliche Kursgewinne verzeichnen können, kommt das Papier des Stahlhändlers Klöckner & Co nicht von der Stelle. Ein Analystenkommentar der Citigroup lastet auf der Aktie des im MDAX notierten Unternehmens.
Analyst Michael Flitton hat das Kursziel von 9,30 auf 7,60 Euro zusammengestrichen. Er rechnet mit einem weiterhin schwachen Verlauf an den Stahlmärkten. Deshalb dürften auch die Gewinnerwartungen in der Stahlbranche weiter sinken. Klöckner sei im aktuellen Umfeld aufgrund seiner Abhängigkeit von volumenstarken Standardprodukten besonders verwundbar. Der Experte senkte seine Prognosen für das operative Ergebnis 2012 um 13 Prozent und für 2013 um 18 Prozent.

Was also sollen Anleger tun? Natürlich ist das Papier auf den ersten Blick nicht nur optisch günstig bewertet. Ein Kurs/Buch-Wert von 0,37 deutet ebenso auf eine deutliche Unterbewertung hin wie 936 Millionen Euro an liquiden Mitteln, die die Marktkapitalisierung von 673 Millionen Euro mittlerweile deutlich übersteigen. Aber die Markterwartungen sinken beständig, im laufenden Jahr dürfte erneut ein Verlust anfallen und die Stahlnachfrage verharrt auf einem niedrigen Niveau. Die Aktie bleibt zwar auf der Watch-List des AKTIONÄRS. Derzeit sind Anleger mit den beiden Stahlproduzenten allerdings besser bedient.
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