Klöckner & Co: Die Woche der Wahrheit steht an
Der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co präsentiert am 9. Mai die mit Spannung erwarteten Zahlen des ersten Quartals. Sie könnten der Indikator sein, ob sich die Aktie in den kommenden Monaten erholen kann, oder ob das niedrige Niveau gerechtfertigt ist. Analysten von HSBC und der Commerzbank sind sich noch uneins.
Die Aktie des im MDAX notierten Konzerns Klöckner & Co steht vor richtungsweisenden Tagen. Die am nächsten Mittwoch erscheinenden Zahlen des ersten Quartals sollen Aufschluss darüber geben, welchen Weg das Papier des Stahlhändlers einschlagen wird. Seit der Griechenlandkrise hat das Papier bis heute über 35 Prozent an Wert verloren. Während sich der Leitindex MDAX seit Ende Dezember um 35 Prozent erholen konnte, legte die Klöckner-Aktie lediglich um 17 Prozent zu.
HSBC sieht 45 Prozent Potenzial
Die Analysten der Commerzbank bestätigten gestern ihren Ausblick mit einem Kursziel von 11 Euro und beließen die Empfehlung auf Hold. HSBC Analyst Jürgen Siebrecht sieht die Situation jedoch wesentlich positiver. Er bestätigte heute seine Einschätzung zum Kauf und beließ das Kursziel bei 14 Euro. Das entspräche einem Aufwärtspotenzial von 45 Prozent.

Der Chart lässt Fragen offen
Am 19. April berichteten wir über die charttechnische Situation und stellten die Frage, welcher Trendkanal richtungsweisend zählt. Diese Frage sollte Aufschluss geben, ob sich das Papier Richtung 8,20 Euro oder 12,00 Euro bewegt. Seit dem notierten die Schlusskurse sieben von zehn Mal unter der wichtigen 10-Euro-Marke. Eine eindeutige Entscheidung scheint aber dennoch nicht gefallen zu sein, da die Aktie zuletzt wieder zweistellig notieren konnte.
Entscheidung am 9. Mai
Die Entscheidung wird wohl mit den Quartalszahlen fallen. Fallen sie positiv aus, können die einstelligen Kurse mittelfristig der Vergangenheit angehören. Überrascht Klöckner jedoch Analysten und Anleger negativ, ist der Weg Richtung 8,20 Euro schnell gefunden.
Der AKTIONÄR empfiehlt mutigen Anlegern die einstelligen Kurse zum Kauf zu nutzen. Das Abwärtspotenzial liegt mit 8,20 Euro bei lediglich 15 Prozent. Die obere Begrenzung des Trendkanals liegt bei zwölf Euro. Das Chance-Risiko-Verhältnis stimmt somit. Auch wenn der Konzern dieses Jahr auf eine Dividendenzahlung verzichtet, liegt die Bewertung der Aktie weit unter dem Buchwert und ist somit auch fundamental ein Kauf.
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