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Klöckner & Co: Billiger geht’s kaum

Markus Bußler

Die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co hängt wie ein angeschlagener Boxer in den Seilen. Seit Wochen taumelt das Papier. Dass es wirklich auf kurze Sicht einen Befreiungsschlag landen kann, daran glauben nur die wenigsten. Die Analystenkommentare werden immer negativer. Ein gutes Zeichen?

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Jüngst war es Neil Sampat von Nomura, der das Papier des im MDAX notierten Unternehmens mit „Reduce" und einem Kursziel von 8,00 Euro eingestuft hat. Er geht zwar von einer Erholung des globalen Stahlmarktes ab Mitte September aus. Sinkende Rohstoffpreise und höhere Stahlpreis hätten die Margen wieder etwas steigen lassen. Dennoch: Für die Aktie von Klöckner & Co sieht er kaum Potenzial.

Auch Merrill Lynch hatte die Aktie kürzlich auf „Underperform" gesenkt und das Kursziel von 9,00 auf 6,20 Euro zusammengestrichen. Die Strategie, durch Akquisitionen wachsen zu wollen, stehe in Frage. Zudem lägen die Margen unter denen der Wettbewerber, und die Stahlpreisrallye dürfte verhalten ausfallen. Auch erschienen die Markterwartungen zu hoch, sagt Analyst Cedar Ekblom.

In der Tat: Derzeit schient nicht viel für die Aktie von Klöckner & Co zu sprechen. Allerdings sollten Anleger dabei auch nicht außer Acht lassen, wie günstig das Papier mittlerweile bewertet ist: Zum Halbjahr wies der Stahlhändler Klöckner & Co liquide Mittel von 973 Millionen Euro aus - und das bei einer Börsenkapitalisierung von 739 Millionen Euro. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis beläuft sich auf günstige 0,42. Sollen Anleger trotz der schlechten Stimmung zugreifen? Für mutige Anleger ist die Aktie zumindest eine Überlegung wert. Charttechnisch arbeitet die Aktie an einer Bodenbildung. Und die Bilanz scheint den Kurs nach unten zumindest abzufedern. Noch ist die Aktie zwar nicht aus dem Gröbsten heraus. Doch getreu dem Motto: In der größten Krise liegt auch eine Chance, können mutige Anleger mit einem langen Atem eine erste Position ins Auge fassen.

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