Klöckner & Co: Aktie fliegt aus dem Index
Die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co lieferte in den vergangenen Wochen ein wahres Trauerspiel. Der Stahlpreis befindet sich nach wie vor auf einem äußerst niedrigen Niveau und der Konzern musste rote Zahlen ausweisen. Jetzt kommt noch der Rauswurf aus einem Index hinzu. Wie schlecht steht es um die Aktie?
Bei der vierteljährlichen Überprüfung des STOXX-600-Index sind neun Aktien ausgetauscht worden. Als einziger deutscher Wert ist der Stahlhändler Kloeckner & Co betroffen, der den Index verlassen muss. Die Änderung tritt mit Handelsbeginn am 24. September in Kraft.

Die Aktie reagiert heute kaum auf diese Nachricht, zumal der Rauswurf aus dem Index nach der Kursentwicklung der vergangenen Wochen und Monate alles andere als überraschend kommt. Viele Fondsmanager dürften das Papier derzeit ohnehin nicht im Portfolio haben. Darin liegt vielleicht auch die Chance für das Papier. Die Stimmung für die Aktie ist nach wie vor schlecht, Analysten haben reihenweise ihre Kursziele gesenkt und raten mittlerweile zum Verkauf der Aktie - was die meisten von ihnen übrigens bei Kursen um die 12,00 Euro nicht gemacht haben. Allerdings könnte sich der Stahlmarkt im Herbst zumindest leicht erholen. Das Schlimmste könnte überstanden sein. DER AKTIONÄR sieht deshalb auf Sicht von ein bis zwei Jahren wieder steigende Kurse. Zudem kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass Klöckner & Co nach dem Kurseinbruch auch zu einem Übernahmekandidaten wird. Mutige Anleger mit einem langen Atem können eine erste Position aufbauen.
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