Kaufchance: Blockbuster AR.Drone von Parrot bekommt großen Bruder
Der französische Hersteller der Spielzeugdrohne AR.Drone hat sein Produktportfolio erweitert. Trotz des neuen Wachstumspotenzials ist das Papier weiterhin sehr günstig bewertet.
Neue Fantasie für die Parrot-Aktie. Das Spielzeugfluggerät AR.Drone ist bereits ein Kassenschlager. Kids können damit halbvirtuelle Luftkämpfe veranstalten oder fliegend die Nachbarschaft über die eingebaute HD-Kamera erkunden. Selbst Sportler nutzen das Gerät zur Trainingsanalyse (siehe Produktvideo auf Youtube). Nun will Parrot sein Produktportfolio mit Drohnen für gewerbliche Anwendungen ergänzen. Zu diesem Zweck haben die Franzosen vor einem Monat für fünf Millionen Franken die Mehrheit an der Schweizer Firma senseFly erworben.
Überblick behalten
Während die AR.Drone nur 300 Euro kostet, erzielt senseFly für seine fliegende Kamera "Swinglet" fünfstellige Verkaufspreise. Dafür kann das Gerät immerhin 30 Minuten in der Luft bleiben. Käufer sind Meteorologen, Baufirmen, Landwirte oder Rohstofffirmen, die ein Gelände von oben ohne kostspielige Hubschrauber kontrollieren wollen. Dass es Parrot mit diesem Vorstoß ernst meint, zeigt die gleichzeitige Übernahme von Pix4d, einem Bild-Spezialisten für 3D-Luftaufnahmen.
Auch auf dem Boden sorgt Parrot weiterhin für erfrischende Innovationen. Auf der IFA wurde etwa der "fortschrittlichste kabellose Kopfhörer" Zik vorgestellt. Daneben trifft die Technologiefirma mit Wohnzimmer-Lautsprecherboxen, die von Smartphones angesteuert werden können, den Nerv der Zeit. Für großes Interesse sorgt weiterhin auch das Internet-Autoradio Asteroid. Autofahrer können mit diesem unter anderem Apps nutzen, navigieren, Mp3-Musik hören und kabellos telefonieren. Autohersteller wie BMW oder Aston Martin haben Parrot-Technik sogar schon serienmäßig im Programm.

Aktie vor Kaufsignal
Vor allem die Chancen im Bereich gewerbliche Anwendungen und die guten Kundenbeziehungen zu großen Autoherstellern dürften für weitere Impulse der mit einem 2013er-KGV von 9 bewerteten Aktie sorgen. Auch die Charttechnik überzeugt: Das Papier notiert über der 90-Tage-Linie und ist im Begriff, mit dem Überwinden der 38-Tage-Linie ein Kaufsignal zu generieren. Der Flug des „Papagei" (französisch: Parrot) ist noch nicht vorbei.
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