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Arcandor: Es sieht sehr, sehr gut aus

Andreas Deutsch

Der Nervenkrieg um die Arcandor-Tochter Karstadt dürfte heute zu Ende gehen. Das Amtsgericht Essen wird aller Voraussicht nach darüber entscheiden, ob der Investor Nicolas Berggruen Karstadt übernehmen darf. Unterdessen hat die Arcandor-Aktie gestern 19 Prozent zugelegt.

Die Karstadt-Rettung rückt näher. Am Donnerstag einigten sich Presseberichten zufolge die Gläubiger des Vermieterkonsortiums über die von Berggruen geforderten Miteminderungen. Nach zähen Verhandlungen stimmten letztlich auch die sogenannten Mezzanine-Investoren den Forderungen zu. Zuvor hatten bereits die Anleihegläubiger eingewilligt.

Berggruen gewinnt

Hinter den Verhandlungspartnern liegen ereignisreiche Wochen. Immer wieder sah es so aus, als ob die Übernahme durch Berggruen doch noch scheitern würde. Seine Forderung nach Mietsenkungen stieß auf großen Widerwillen. Den Gläubigern von Highstreet schien das Ausfallrisiko zu groß zu sein.

Vor wenigen Wochen mischte sich der italienische Warenhausbetreiber Maurizio Borletti in den Kampf um Karstadt ein. Borletti, der beim Bieterverfahren unterlegen war, wollte Karstadt unbedingt übernehmen. Er bot, so hieß es, 100 Millionen Euro für die insolvente Warenhauskette.

Nur für Zocker

Die Zocker freuen sich: Die Arcandor-Aktie wurde gestern um 19 Prozent nach oben gejagt. Seriöse Anleger meiden den Penny-Stock.

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