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Arcandor: Termin geplatzt - es wird immer bizarrer

Andreas Deutsch

Kurz vor der in der kommenden Woche erwarteten Entscheidung über das Schicksal von Karstadt hat das Vermieter-Konsortium Highstreet ein Treffen auf Einladung von Investor Nicolas Berggruen abgesagt. Währenddessen geht es mit der Arcandor-Aktie, Deutschlands Zockerpapier Nummer 1, abwärts.

Nicolas Berggruens Anwälte hatten für den kommenden Dienstag zu einem Treffen in Düsseldorf geladen. Ziel sollte es sein, die Karstadt-Mietverträge noch vor dem für den 2. September angesetzten Treffen der Highstreet-Gläubiger zu unterzeichnen. Ohne Einigung am 2. September kann das Essener Amtsgericht am 3. September die Annahme des Insolvenzplans für Karstadt nicht endgültig billigen.

Poker

Highstreet begründete die Absage damit, dass es bei dem Treffen offenbar um eine Vertragsunterzeichnung gehen soll. Der Vertrag könne jedoch erst dann unterzeichnet werden, "wenn alle Zustimmungen auf unserer Seite vorliegen. Und das ist nicht der Fall", zitiert die Welt einen Highstreet-Sprecher.

Damit geht das Hickhack um Karstadt weiter. Vor allem ist fraglich, ob Highstreet wirklich den Vertrag mit Berggruen anstrebt. Seit einigen Wochen hat sich der Modeunternehmer Maurizio Borletti als möglicher Karstadtkäufer ins Spiel gebracht. Der Italiener will nach eigenen Angaben Karstadt als Ganzes erhalten. Er soll 100 Millionen für die insolvente Warenhauskette bieten.

Nur für Zocker

Die Aktie von Arcandor, der Karstadt-Mutter, büßte gestern drei Prozent ein. Das Papier bleibt ein Zockerwert.

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