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Arcandor: Heute alles aus?

Andreas Deutsch

Klaus Hubert Görg, Insolvenzverwalter von Karstadt, bereitet offenbar das Ende der Warenhauskette vor. Sollte auf der Gläubigerversammlung der Karstadt-Vermieter Highstreet am heutigen Donnerstag keine Einigung erzielt werden, will Görg nach einem Pressebericht sein Liquidationsszenario vorstellen.

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, sei die entsprechende Präsentation mit der Einladung an die Ausschussmitglieder versandt worden. Der Plan sehe vor, dass bis zum Jahresende die Sport- und Premiumhäuser verkauft werden. Alle anderen Filialen sollen bis Ende 2011 geräumt werden, heißt es. Das würde das Ende von 25.000 Arbeitsplätzen bedeuten.

Kommt Borletti zum Zug?

Innerhalb des Vermieter-Konsortiums gibt es nach dem Bericht der FTD zwei Hürden für die Zustimmung. Beide beträfen die sogenannten Mezzanine-Kapitalgeber, die eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital eingelegt haben. Daher haben sie weder Sicherheiten noch Stimmrechte, erhalten dafür aber höhere Zinsen. Falls die Zinsen gekürzt werden sollten, können sie ihr Veto einlegen.

Wie die FTD weiter schreibt, habe der italienische Modeunternehmer Maurizio Borletti gezielt damit begonnen, Mezzanine-Geldgeber anzusprechen. Er wolle erreichen, dass sie ihm ihre Kredite verkaufen. Er soll bislang aber keinen Erfolg gehabt haben. Borletti will Karstadt übernehmen. Noch ist Nicolaus Berggruen der Favorit für den Kauf.

Nur für Zocker

Egal, ob Karstadt gerettet wird oder nicht - die Auswirkungen auf Arcandor sind kaum der Rede wert. Die Arcandor-Aktie taugt ausschließlich für Zocker.

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