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Arcandor: Es ist vollbracht

Andreas Deutsch

Nach etlichen Wochen, in denen zäh verhandelt wurde, ist die Rettung von Karstadt nun offiziell. Das Amtsgericht Essen stimmte am Freitag dem Insolvenzplan für Karstadt zu. Damit ist der Weg für den Investor Nicolas Berggruen frei. Unterdessen legt die Arcandor-Aktie acht Prozent im Plus.

Ursprünglich wollte das Amtsgericht bereits um 10 Uhr eine Entscheidung fällen. Da zwei Unterschriften unter die Mietverträge aber noch nicht vorgelegen hatten, vertagte es sich auf 14 Uhr. Berggruen hat Mietminderungen in hohem durchgesetzt. Die Vermieter der 120 Warenhäuser verzichten auf insgesamt mehr als 400 Millionen Euro.

Berggruen am Ziel

Nach der Entscheidung des Amtsgerichts besteht nun noch eine 14-tätige Beschwerdefrist, in der eventuelle Verfahrensfehler beanstandet werden können. Am 1. Oktober erhält Berggruen die Schlüsselgewalt für die Karstadt Warenhaus GmbH.

Geht die Zockerei weiter?

Die Rettung von Karstadt ist positiv für die deutsche Wirtschaft. Unter einem Aus der Warenhauskette hätten nicht nur viele deutsche Innenstädte gelitten, auch für viele Karstadt-Zulieferer wäre dies problematisch geworden. An der Einschätzung des AKTIONÄRs zur Arcandor-Aktie hat sich indes nichts geändert: Der Penny-Stock taugt nur für Zocker.

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