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Kabel-Deutschland-Aktie: Neuer Rückenwind durch Klage gegen ARD und ZDF?

Michael Herrmann

Kabel Deutschland macht ernst. Im Streit um die Abschaffung der Einspeisegebühren der öffentlich-rechtlichen Sender will Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber vor Gericht ziehen. Geht der Höhenflug der Aktie des MDAX-Konzerns dadurch nun weiter?

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Der Streit um die Einspeisegebührung eskaliert. Kabel Deutschland hat nun angekündigt gegen ARD und ZDF vor Gericht zu ziehen, da die öffentlich-rechtlichen Sender ab 2013 keine Gebühren mehr an die großen Kabelnetzbetreiber für die Einspeisung ihrer Programme zahlen wollen. "Wir sind davon überzeugt, die richtigen Argumente auf unserer Seite zu haben und sind entschlossen, unsere Position, auch im Interesse unserer Kunden, vor Gericht durchzusetzen", sagte Konzernchef Adrian von Hammerstein der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

ARD und ZDF bleiben hartnäckig

ARD und ZDF gehen allerdings davon aus, dass sie auch weiterhin im Kabel vertreten sind, weil der Gesetzgeber im Rundfunkstaatsvertrag eine "must carry"-Regelung vorsieht. Bisher erhalten die großen drei Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW rund 60 Millionen Euro pro Jahr für die Einspeisung der öffentlich-rechtlichen Sender.

Erhöhte Korrekturgefahr

DER AKTIONÄR hat bereits betont, dass ARD und ZDF im Streit um die Einspeisegübhren die besseren Karten haben. Diese Einschätzung gilt auch nach den Äußerungen von Hammersteins. Darüber hinaus ist die hochgelobte Übernahme von Tele Columbus ist noch keineswegs über den Tisch. Selbst mehr als zwei Monaten nach der Verkündung ist noch nicht einmal der notwendige Antrag beim Bundeskartellamt eingegangen. Die Aktie von Kabel Deutschland ist daher unverändert reif für eine kräftige Korrektur bis 36,50 Euro.

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