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Kabel Deutschland: Rote Karte von ARD und ZDF

Michael Herrmann

Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen den Kabelnetzbetreibern kein Geld mehr für die Einspeisung ihrer Programme zahlen. ARD und ZDF haben deshalb ihre Verträge mit den drei größten Kabelnetzbetreibern in Deutschland zum Ende des laufenden Jahres gekündigt.

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Schlechte Nachrichten für die Anleger von Kabel Deutschland. ARD und ZDF haben ihre Drohung wahrgemacht und ihre Verträge mit den drei großen deutschen Kabelnetzbetreiben zum Ende des Jahres gekündigt. Laut Karola Wille, Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), sei es nicht mehr zeitgemäß, dass die Rundfunk-Anstalten für die Verbreitung ihrer Programme bezahlen. Neben Kabel Deutschland sind davon auch Kabel BW und Unitymedia betroffen.

Schlechte Verhandlungsposition

Bisher entrichten die öffentlich-rechtlichen Sender jährlich rund 60 Millionen Euro an die drei großen Kabelnetzbetreiber. Kabel Deutschland spielte die Drohungen bisher herunter. Dabei sind ARD und ZDF in der klar besseren Position. Zum einen ist dies im Ausland alles andere als üblich, zum anderen würde ein Verzicht auf die öffentlich-rechtlichen Sender einen massiven Aufschrei und zahlreiche Kündigungen der TV-Kunden zur Folge haben.

Abwärtspotenzial

Der immer wahrscheinlicher werdende Verlust der Einnahmen von den öffentlich-rechtlichen Sendern ist ein herber Rückschlag für Kabel Deutschland. Zwar können ARD und ZDF und Kabel Deutschland bis Ende des Jahres noch nachverhandeln, dass es die öffentlich-rechtlichen Sender ernst meinen zeigt aber, dass sie bei der Bedarfsanmeldung für 2013 keinen Kabeleinspeisungskosten angegeben haben. Offen bleibt zudem die kartellrechtliche Genehmigung des Kaufs des Konkurrenten Tele Columbus. Die Aktie von Kabel Deutschland hat weiterhin das Potenzial für eine kräftige Korrektur bis in den Bereich von 35 Euro.

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