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Kabel Deutschland: Aus der Traum vom Dividendenkönig

Michael Herrmann

Der Börsengang von Kabel Deutschland ist bisher ein voller Erfolg. Dazu trugen auch die Hoffnungen auf satte Dividendenzahlungen bei. Diesen hat der Finanzvorstand des größten deutschen Kabelnetzbetreibers nun allerdings einen herben Dämpfer verpasst.

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Seit dem Börsengang im Jahr 2010 hat sich der Aktienkurs von Kabel Deutschland mehr als verdoppelt. Viele Anleger versprechen sich von dem Geschäftsmodell attraktive Dividenden. Vorbild sind ausländische Konkurrenten wie die belgische Telenet, die Dividenden im zweistelligen Prozentbereich ausschüttet. Kabel Deutschland will aber für das abgelaufene Geschäftsjahr zum ersten Mal überhaupt eine Dividende zahlen. Mit 1,50 Euro ist sie vom zweistelligen Bereich zudem weit entfernt. Auf aktuellem Kursniveau entspricht dies gerade einmal rund drei Prozent.

Dämpfer für Dividendenhoffnungen

Die weit verbreiteten Hoffnungen, dass die Dividende deutlich angehoben wird, haben nun einen herben Dämpfer verpasst bekommen. Finanzvorstand Adrian Siemen sagte im Gespräch mit der Börsen-Zeitung, dass Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber in den kommenden Jahren keine höheren Dividenden zahlen will. Stattdessen sollen lieber die Investitionen ausgeweitet werden.

Überfällige Korrektur

Die Absage an höhere Dividenden ist ein weiteres Warnsignal dafür, dass sich Kabel Deutschland auf schwierigere Zeiten einstellen muss und die Wachstums- und Gewinnprognosen zu ambitioniert sind. Welche Gründe noch für eine Korrektur bei Kabel Deutschland sprechen und bis wie weit diese Korrektur gerechtfertigt ist, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von DER AKTIONÄR. Dort finden Sie auch ein passendes Short-Zertifikat für die Kurskorrektur.

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