Dominik Schertel
Kabel Deutschland treibt ihren Börsengang weiter voran. So sollen die Papiere bereits Ende des Monats an den deutschen Aktienmärkten gehandelt werden können. Das Management von Kabel Deutschland befindet sich nun auf Roadshow, um deutschen und internationalen institutionellen Investoren den Titel schmackhaft zu machen.
DER AKTIONÄR hatte bereits berichtet, dass Kabel Deutschland, Tom Tailor und der Chemikalienhändler Brenntag ihren Börsengang vorbereiten. Bei Kabel Deutschland ist nun der nächste Schritt getan. Die Papiere des Kabelbetreibers sollen bereits ab dem 22. März gehandelt werden. Der Angebotszeitraum der neuen Aktien beginnt am 11. März und wird voraussichtlich am 18. März enden. Des Weiteren wurde eine Preisspanne von 21,50 Euro bis 25,50 Euro pro Aktie festgelegt. Den Börsengang begleiten sollen Deutsche Bank, Morgan Stanley, JP Morgan und UBS.
Größtes Börsendebüt seit zwei Jahren
Der Börsengang von Kabel Deutschland sollte nach anfänglichen Schätzungen rund eine Milliarden Euro in die Kassen spülen. Derzeit kursiert eher ein Emissionserlös von rund 700 Millionen Euro in den Medien. Aber auch mit dieser Summe wäre Kabel Deutschland das größte Börsendebüt seit mehr als zwei Jahren. Die letzte Emission in dieser Größenordnung war die Hamburger Hafengesellschaft HHLA 2007.
Geld geht an Providence
Wenig dürfte potentielle Investoren erfreuen, dass nicht Kabel Deutschland selbst, sondern dem Finanzinvestor Providence, der mit 88 Prozent größter Eigentümer der Gesellschaft ist, der Emissionserlös zu Gute kommt.