K+S senkt Gewinnprognose
Kräftiger Nackenschlag für K+S-Aktionäre. Nachdem das Management heute Nachmittag die Gewinnprognose nach unten korrigiert hat, ist die Aktie einer der Top-Verlierer im Dax.
Kräftiger Nackenschlag für K+S-Aktionäre. Nachdem das Management heute Nachmittag die Gewinnprognose nach unten korrigiert hat, ist die Aktie einer der Top-Verlierer im Dax.
Wie der Kali- und Düngemittelhersteller K+S mitteilte, führe die Finanzkrise zu stark rückläufigen Getreidepreisen weswegen Landwirte weniger Düngemittel bestellen. Der Dax-Konzern wolle daher vorerst bis zum Ende des Jahres 2008 die Produktion drosseln und rund 400.000 Tonnen Kalidüngemittel weniger produzieren.
Am unteren Ende der Spanne
Die Frage, die sich aufdrängt ist: Hat K+S zu spät reagiert? Schließlich war der Weizenpreis schon im Sommer 2008 vom Jahreshoch bei über 1.200 Dollar auf unter 800 Dollar gefallen, woraufhin DER AKTIONÄR den Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner nach den Auswirkungen auf das Geschäft gefragt hatte. Die Antwort damals. „Nach unserer Einschätzung beeinflussen derartige punktuelle Bewegungen nicht die fundamentalen Markttendenzen und sollten deswegen auch keine Auswirkungen auf die erwartete Entwicklung unseres Geschäfts haben.“ Einige Tage später, am 31. Juli erhöhte der Dax-Neuling sogar noch seine Prognose für das operative Ergebnis 2008 von zuvor mindestens 1,1 Milliarden Euro auf 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro. Eine Prognose, die mit dem heutigen Tag und einem Weizenpreis von mittlerweile deutlich unter 600 Dollar ihre Gültigkeit verloren hat. Der neuen firmeneigenen Einschätzung zufolge erreicht K+S dieses Jahr nur mehr ein operatives Ergebnis, welches am unteren Ende der bisherigen Spanne, „bei etwa 1,4 Milliarden Euro“, liegt.
Bodenbildung abwarten
Wenngleich die Aktie auf dem Papier sehr günstig erscheint, sollten Anleger eine Bodenbildung abwarten. Nach dem Zick-Zack-Kurs hinsichtlich der Planzahlen muss K+S erst wieder Vertrauen bei seinen Anlegern aufbauen. Zudem könnte ein weiteres Abrutschen des Kalipreises die Rentabilität von K+S mittelfristig belasten.
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