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K+S ein Übernahmeziel?

Norbert Sesselmann

Prall gefüllte Kassen führen weltweit vermehrt zu strategischen Übernahmetransaktionen. Durch den Milliarden-Poker um den Branchenführer Potash ist auch der Düngemittelkonzern K+S wieder in den Fokus der Börsianer gerückt.

Der deutsche Düngemittelkonzern K+S beobachtet die Entwicklung sehr aufmerksam - aber gelassen. Dies sagte Finanzchef Jan Peter am letzten Wochenende gegenüber der Börsenzeitung. Sollte tatsächlich der Bergbauriese BHP Billiton den Düngemittelkonzern Potash schlucken, würde sich die Lage am Kali-Düngemittelmarkt nicht grundsätzlich ändern, so der Finanzchef. Der weltweite Kalimarkt wird auch weiterhin ausreichend Raum für K+S bieten.

K+S kein Übernahmeziel

K+S, die Nummer 4 am Düngemittelmarkt, wird auch immer wieder als Übernahmeziel genannt. Dies kommt angesichts der guten Zukunftsaussichten für das Management nicht überraschend. Dennoch hält es K+S für unwahrscheinlich, demnächst ins Visier von Käufern zu geraten. "Sollte jemand jedoch ein Angebot abgeben, wird sich der Konzern damit beschäftigen", so die Konzernführung.

Übernahme mal anders herum?

Der K+S Finanzchef Nonnenkamp überlegt laut, ob K+S nicht selber Übernahmen tätigen solle. Die Bewertungen am Markt sind derzeit günstig. Große Zukäufe kommen zwar nicht in Frage, aber es gebe durchaus noch andere Optionen. Finanziell hat K+S inzwischen wieder einige Möglichkeiten, die Verschuldung wurde verringert, mehr Bargeld ist in der Kasse und Kreditlinien über 800 Millionen Euro stehen für die kommenden fünf Jahre bereit.

Weiterhin positiv

Die Übernameofferte um Potash bringt natürlich mächtig Bewegung in die Branche. Die K+S-Aktie tut sich zwar noch schwer in den alten Aufwärtstrendkanal zurückzukehren, dies sollte aber angesichts der guten Wachstumsaussichten schon bald gelingen. Die Position sollte mit einem Stopp bei 35 Euro abgesichert werden.

Das Übernahmefieber in der Düngemittelbranche hat DER AKTIONÄR zum Gegenstand seiner neuesten Ausgabe gemacht. Der neue AKTIONÄR 36/10 erscheint am Mittwoch am Kiosk und ist hier bereits als ePaper erhältlich.

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