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K+S-Aktie: Was ist da los?

Norbert Sesselmann

Eine Aktie sollte man dann kaufen, wenn sich die breite Masse nicht dafür interessiert – diesen Rat gibt Warren Buffett Kleinaktionären immer wieder. K+S ist derzeit eine solche Aktie, die von der Anlegerschar links liegen gelassen wird – trotz guter Zukunftsaussichten und einer starken Bilanz.

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K+S ist in den letzten Tagen einer der schwächsten Werte im DAX. Zum einen sorgten schlechte Zahlen des Konkurrenten Mosaic für eine schlechte Stimmung. Auf der anderen Seite belastete eine Herabstufung von Barclays. In Erwartung sinkender Kali-Preise und angesichts des schwachen US-Dollars reduzierte Analyst Andreas Heine in einer Studie seine Ergebnisprognosen für den Salz- und Düngemittelkonzern der Jahre 2012 bis 2014. Diese negativen Effekte dürften von einem besseren als bislang erwarteten Streusalzgeschäft gemildert werden. Die Kali-Absatztrends für 2013 seien vielversprechend, die Preisaussichten allerdings noch trübe. Die Kaufempfehlung begründete der Experte mit der nach wie vor attraktiven Bewertung der Aktie. Den fairen Wert sieht Barclays bei 47 Euro - daraus errechnet sich ein Aufwärtspotenzial von fast 30 Prozent.

Historisch günstig

Schaut man sich aktuell die Bewertung an, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Aktie wieder in Schwung kommt: Das 2012er-KGV liegt gerade einmal bei 10. Im Schnitt waren die Anleger in den vergangen zehn Jahren bereit, das 15-Fache des Gewinns zu zahlen. Aus charttechnischer Sicht könnte sich eine umgekehrte „Schulter-Kopf-Schulter" Formation ausbilden. In der Charttechnik ist dies wohl die bedeutsamste Umkehr-Formation. DER AKTIONÄR hält an seinem Kursziel von 45 Euro fest. Anleger handeln nach dem alten Kostolany-Sprichwort: „Kaufen Sie Aktien und Schlaftabletten und schauen sie lange nicht auf das Depot." Bei K+S sollte diese Strategie aufgehen.

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