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K+S-Aktie: Neuer Rückenwind aus Thüringen?

Michael Herrmann

K+S macht ernst. Der Kali- und Salzspezialist hat das Land Thüringen verklagt. Hintergrund sind Streitigkeiten, wer für die Altlasten aus der DDR-Zeit aufkommen muss. Die Landesregierung in Erfurt sieht auch den Bund in der Pflicht.

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K+S klagt vor dem Verwaltungsgericht Weimar gegen das Land Thüringen. Laut Umweltminister Jürgen Reinholz sei das Bundesland auf die Zahlung von sieben Millionen Euro verklagt worden. "Die Klage ist beim Verwaltungsgericht in Weimar eingegangen", bestätigte Reinholz der Nachrichtenagentur dpa. Grund sei die Einstellung der Zahlungen für Sanierungsmaßnahmen in stillgelegten Gruben im Werra-Gebiet an der thüringisch-hessischen Landesgrenze zu Beginn des Jahres.

Kosten in dreistelliger Millionenhöhe

Wäre die Problematik auf sieben Millionen Euro begrenzt, würde sie für K+S angesichts eines Jahresumsatzes von fünf Milliarden Euro nicht großartig ins Gewicht fallen. Doch die Sanierungskosten für Umwelt-Großprojekte wie Kali-Gruben oder Teerwerke explodieren. Möglicherweise übersteigen sie die bisher vereinbarten Gelder um einen größeren dreistelligen Millionenbetrag. Allein bei den Sicherungsarbeiten in den Kali-Gruben könnten nach Expertenschätzungen in den kommenden Jahren Kosten von bis zu 300 Millionen Euro entstehen. Vor diesem Hintergrund ist es gut möglich, dass weitere Klagen folgen.

Großes Aufwärtspotenzial

Der Ausgang der Klage gegen das Land Thüringen sowie eventuell folgender Klagen ist vollkommen offen. Doch auch ohne dieses zusätzliche Potenzial  ist die Aktie von K+S ein attraktives Investment. Das KGV von 13 und die Dividendenrendite von über drei Prozent sowie die langfristig intakten Wachstumsaussichten sind überzeugende Argumente. Das Kursziel lautet 55 Euro. Ein Stopp bei 29 Euro sichert ab.

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