Michael Herrmann
Die Aktien K+S zählen heute erneut zu den größten Gewinnern im DAX. Der Grund: Neue Übernahmegerüchte um den kanadischen Konkurrenten Potash. Zusätzlicher Rückenwind kommt von der Konzerntochter Esco, die eine gestiegene Streusalznachfrage vermeldet.
Erst Ende vergangener Woche hatte DER AKTIONÄR auf die brodelnde Gerüchteküche in der Düngemittelbranche aufmerksam gemacht und angekündigt, dass die Übernahmefantasien in den nächste Wochen anhalten werden. Bereits heute gibt es die nächsten Gerüchte um Potash. Die Aktie von K+S entwickelt sich nach verhaltenem Start zu den größten Gewinnern im DAX.
Auch Vale und Sinochem interessiert
Als Grund für die Kursgewinne bei K+S verweisen Händler darauf, dass die Übernahmefantasien in der Düngemittelbranche durch ein neues Gerücht genährt wurden. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, dass neben BHP Billiton nun auch Vale aus Brasilien und Sinochem aus China Interesse am US-Wettbewerber Potash hätten.
Starke Salznachfrage
Weitere Börsianer verwiesen zudem darauf, dass Medienberichten zufolge eine steigende Nachfrage nach Streusalz festzustellen ist. Ein Sprecher der Konzerntochter Esco sagte der Leipziger Volkszeitung, dass sich Städte und Straßenmeistereien nach dem strengen und harten Winter des Vorjahres noch mehr als zuvor mit Streusalz eindecken. Damit die eigenen Lager befüllt werden können, sei sogar die Stammbelegschaft in allen deutschen Standorten aufgestockt worden.

K+S auf gutem Weg
DER AKTIONÄR bleibt weiter bei seiner Einschätzung, dass die Übernahmefantasien auch in den nächsten Wochen weiter für mächtige Bewegung in der Branche sorgen werden. Dass hiervon auch die Titel von K+S profitieren können, zeigt die aktuelle Kursreaktion. Kann das Unternehmen aus Kassel zudem weiter mit positiven Meldungen überzeugen, stehen die Chancen gut, dass sich die Aktie wieder nachhaltig über der Marke von 44 Euro stabilisiert. Eine Rückkehr in den langfristigen Aufwärtstrend wäre dann nur eine Frage der Zeit.