K+S: Kaufen und schlafen legen
Der deutsche Salz- und Düngemittelhersteller K+S hat bei den Investoren eine halbe Milliarden Euro eingesammelt. Das Geld soll für die Erschließung der Kali-Mine in Kanada dienen. Die Aktie ist günstig bewertet und vor allem für langfristig orientierte Anleger ein Kauf.
In der letzten Jahren stand der DAX-Konzern wegen fehlender Perspektiven für neue Kali-Bergwerke bei Experten immer wieder in der der Kritik. Experten rechnen, dass die Kali-Vorkommen in Deutschland in 30 bis 40 Jahren erschöpft sein könnten. K+S hat vorgesorgt und 2010 den kanadischen Kali-Konzern Potash One übernommen.
2,4 Milliarden Euro sollen investiert werden
Ab 2015 soll die Förderung in Kanada beginnen. Für die notwendigen Investitionen hatte der Konzern vergangene Woche eine halbe Milliarden Euro über eine Anleihe mit zehnjähriger Laufzeit eingesammelt. "Dies, die vorhandene Liquidität sowie die künftigen Cashflows dienen der Finanzierung des Legacy Projekts in Kanada sowie allgemeinen Unternehmenszwecken", erklärte K+S. Insgesamt will K+S rund 2,4 Milliarden Euro in die Erschließung des Vorhabens in Kanada investieren und damit seine Produktkapazitäten deutlich ausbauen.
Richtiger Weg
Lange Zeit stand DAX-Konzern wegen fehlender Perspektiven für neue Kali-Bergwerke bei Experten immer wieder in der der Kritik. Mit den Expansionsplänen geht K+S genau in die richtige Richtung, um auch die wichtige Rohstoffversorgung der Zukunft zu sichern. Die Platzierung der Anleihe ging ohne Probleme von statten. Langfristig orientierte Anleger sollten jedoch die Aktie als Investment vorziehen. Mit einem 2012er-KGV von 10 ist die Aktie sehr günstig bewertet. Im Schnitt waren die Anleger in den vergangen zehn Jahren dazu bereit, das 15-Fache des Gewinns zu zahlen. Zudem gibt es eine attraktive Dividende von rund vier Prozent.

Fairer Wert: 45 Euro
Der faire Wert für die K+S-Aktie liegt bei rund 45 Euro. Anleger handeln daher nach dem alten Kostolany-Sprichwort: „Kaufen Sie Aktien und Schlaftabletten und schauen sie lange nicht auf das Depot.". Bei K+S sollte diese Strategie aufgehen.
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