Leon Müller
Der Kasseler Düngemittel- und Salzhersteller K+S hat am Donnerstagmorgen seine 2009er-Zahlen vorgelegt - und überzeugt. Zwar lagen Umsatz und Gewinn deutlich unter den Vorjahreswerten, fielen aber dennoch besser aus als erwartet. Und für 2010 rechnet der DAX-Konzern bereits wieder mit einem deutlichen Anstieg beider Werte.
K+S hat die hohen Erwartungen des Marktes nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Am Donnerstagmorgen meldete der Kasseler Hersteller von Düngemittel und Salz seine Ergebnisse für das zurückliegende Geschäftsjahr. Wie erwartet musste das Unternehmen einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erlöse sanken um 26 Prozent auf 3,57 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 3,49 Milliarden gerechnet. Der Gewinn je Aktie verringerte sich um über 90 Prozent auf 0,56 Euro. Doch auch hier konnte K+S die Analystenerwartungen übertreffen. Diese lagen bei lediglich 52 Cent.
Wermutstropfen Dividendenhöhe
Einzig bei der Höhe der vorgeschlagenen Dividende zeigten sich einige Beobachter verschnupft. K+S will rund 41 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses an die Aktionäre ausschütten, was einer Dividende in Höhe von 20 Cent je Aktie entspricht. Analysten waren im Vorfeld von einer Ausschüttung von 29 Cent ausgegangen. Die Enttäuschung darüber dürfte sich allerdings in Grenzen halten, wie ein Marktteilnehmer zu verstehen gab: "Bei K+S steht die Ausschüttung nicht im Fokus."
Fokus auf 2010er-Ausblick
Tatsächlich dürfte sich der Fokus vielmehr auf den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr richten. Und hier kann K+S wieder überzeugen: "Mittlerweile mehren sich die Anzeichen für eine Normalisierung der Düngemittelnachfrage und unser Salzgeschäft wird im laufenden Jahr erneut von einer insgesamt guten Auftausalznachfrage und der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung von Morton Salt profitieren", so Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S AG. Umsatz und Ergebnis dürften 2010 deutlich steigen, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung des Konzerns.
MINI-Long deutlich im Plus - weiter attraktiv
Der vom AKTIONÄR Ende Januar empfohlene MINI-Long von HSBC mit der WKN TB2Z45 notiert deutlich im Plus. Investierte Anleger bleiben weiter am Ball, setzen auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung mit Kursziel 50,00 Euro. Die Zahlen sind ein Beleg für die Stärke des Konzerns. 2010 dürften sowohl Umsatz als auch Gewinn wieder steigen. Wer beim MINI-Long investiert ist, setzt bei 1,40 Euro einen Stoppkurs.