Michael Herrmann
K+S dürfte auch heute wieder im Fokus der Anleger stehen. Nach der zunächst gescheiterten Übernahme des kanadischen Düngemittelherstellers Potash durch BHP Billiton geben die Kanadier bekannt, dass sie auf der Suche nach Alternativen Bietern sind. Ist K+S ein geeigneter Kandidat?
Düngemittelhersteller wie der deutsche Salz- und Düngemittelhersteller K+S stehen derzeit so stark im Blickpunkt wie schon seit Jahren nicht mehr. Verantwortlich für die große Aufmerksamkeit ist das Übernahmeangebot des weltgrößten Baukonzerns BHP Billiton für den kanadischen Düngemittelhersteller Potash Corp. of Saskatchewan.
Die Gerüchteküche brodelt
Nachdem BHP Billiton vorerst mit seinem Vorhaben gescheitert ist, sind die Kanadier Medienberichten zufolge nun auf der Suche nach alternativen Bietern. Wie es heißt, hofft Potash auf ein höheres Gebot. Händler überrascht dieses Vorgehen jedoch kaum, ist es doch bei Übernahmeschlachten ein durchaus übliches Manöver. Demzufolge wird auch mit keinem großen Einfluss der Meldung auf den Aktienkurs des Kasseler Düngemittelherstellers K+S gerechnet, der seit der Bekanntgabe des BHP-Angebots für Potash aufgrund von Übernahmefantasien im Sektor deutlich zulegen konnte.
K+S kein Übernahmekandidat
Dass erstaunliche an diesem Anstieg ist die Tatsache, dass weitestgehend Einigkeit darüber herrscht, dass K+S kein Kandidat für Übernahmen ist, und zwar weder als Käufer noch als Verkaufsobjekt. Stephan Kippe von der Commerzbank hebt zwar hervor, dass K+S neben Potash der einzige wichtige Anbieter mit einem signifikant hohen Anteil an in Streubesitz befindlichen Aktien sei und daher aus Sicht des Analysten zum natürlichen Ziel für Übernahmespekulationen gehöre. Der Großteil der Analysten sieht in K+S allerdings keinen geeigneten Kandidaten für Übernahmen.

K+S auch zukünftig im Fokus
DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung, dass die Übernahmefantasien auch in den nächsten Wochen weiter für mächtige Bewegung in der Branche sorgen werden. Schafft es die Aktie sich dabei wieder nachhaltig über der Marke von 44 Euro zu stabilisieren, ist die Rückkehr in den langfristigen Aufwärtstrend gut möglich.