Leon Müller

K+S ging am Montag als größter DAX-Verlierer in den Feierabend. Ursache dürften neben Gewinnmitnahmen auch die Kommentare einiger Analysten gewesen sein, die im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Viertquartalszahlen ihre Einschätzung zum Düngemittel- und Salzspezialisten nochmals angepasst haben.
K+S stand am Montag im Rampenlicht. Die Aktie des Düngemittel- und Salzspezialisten aus Kassel beendete den Tag als größter Verlierer im Auswahlindex DAX, schloss 1,74 Prozent leichter bei 46,505 Euro. Dabei eröffnete der Titel zunächst freundlich, stieg bis auf 47,67 Euro und notierte damit über dem bisherigen Jahreshoch bei 47,50 Euro. Belastet haben dürften die Kursentwicklung zum einen Gewinnmitnahmen - immerhin hat die Aktie binnen weniger Wochen knapp 20 Prozent zugelegt. Zum anderen bewegten Analystenkommentare Marktteilnehmer und damit auch den Aktienkurs...
Independent Research bleibt bei "Verkaufen"
Zu den weniger optimistischen Analysten zählte am Montag Stefan Röhle von Independent Research. Er beließ die Einschätzung auf "Verkaufen". Auch das bisherige Kursziel von 40,00 Euro ließ er unangetastet. Röhle rechnet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 mit einem Umsatz in Höhe von 3,63 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis soll bei 93,2 Millionen Euro gelegen haben. Entscheidend für den weiteren Verlauf werde nun sein, wie der Ausblick im Kaligeschäft ausfalle. Ebenso erwartet Röhle Informationen zur Integration von Morton Salt.
Merrill Lynch hebt Kursziel an
Alles andere als pessimistisch äußerte sich Andrew Scott von Merrill Lynch. Zwar beließ auch er die Einschätzung unverändert, allerdings lautet diese nicht "Verkaufen", sondern "Buy". Beim Kursziel hingegen ging es deutlich rauf. Statt bisher 50,00 Euro nennt Scott nun 55,00 Euro als fairen Wert. Damit billigt er der K+S-Aktie ein Potenzial in Höhe von 18 Prozent ausgehend vom gestrigen Schlusskurs zu. Der Analyst hat seine Prognosen für das vierte Quartal 2009 gesenkt, gleichzeitig aber die Erwartungen für 2010 und 2011 nach oben geschraubt.
Goldman Sachs bleibt bearish für K+S
Ähnlich wie Independent-Research-Analyst Röhle bleibt auch Andre Byrne von Goldman Sachs alles andere als bullish für die K+S-Aktie. In einer ebenfalls am Montag veröffentlichten Einschätzung hat er seine "Sell"-Einschätzung mit Kursziel 42,00 Euro bestätigt. Für das vierte Quartal rechnet er mit einem Umsatz in Höhe von 937 Millionen Euro sowie einem Gewinn je Aktie in Höhe von 0,08 Euro.
MINI-Long deutlich im Plus - Stopp beachten
Der vom AKTIONÄR Ende Januar empfohlene MINI-Long von HSBC mit der WKN TB2Z45 notiert trotz des gestrigen Rücksetzers deutlich im Plus. Investierte Anleger bleiben zunächst weiter am Ball, setzen auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung mit Kursziel 50,00 Euro. Allerdings sollten sie den Stoppkurs nachziehen. Statt 1,20 Euro beim MINI-Long empfiehlt sich nun ein Stoppkurs bei 1,40 Euro. Selbst wenn der Titel dann ausgestoppt werden sollte, verbliebe eine Gewinn in Höhe von 36 Prozent.