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Chart-Check K+S: Der Bruch kommt

Leon Müller

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Die Dynamik ist raus, der Aufwärtstrend in Gefahr. Zu allem Überfluss ist auch noch der Versuch gescheitert, aus dem kurzfristigen Abwärtstrend auszubrechen. Wie geht es jetzt weiter mit der Aktie des Kasseler Düngemittelspezialisten K+S? Hält der Aufwärtstrend, etabliert sich die 90-Tage-Linie als wichtige Unterstützung?

Die Geschäfte beim Düngemittel- und Salzanbieter K+S liefen schon einmal besser, aber auch schon wesentlich schlechter. Erst Anfang Februar berichtete das Unternehmen über eine wieder anziehende Nachfrage nach Kalidünger. Die Großhändler würden nun die von K+S im Januar bekannt gegebenen niedrigeren Preise für Kalidünger-Zukäufe nutzen, sagte ein Unternehmenssprecher Dow Jones Newswires. Freude bereite K+S auch weiterhin das Auftausalzgeschäft. "Das ist unverändert stark, die Nachfrage ist flächendeckend ganz enorm", sagte der Sprecher. Nach wie vor könne das Unternehmen nicht jeden Kunden bedienen. Gute Nachrichten, die sich im Chart allerdings nicht widerspiegeln. Nach dynamischer Aufwärtsbewegung hat die Notierung zuletzt wieder deutlich nachgegeben. Wie geht es nun weiter?

Aufwärtstrend in Gefahr

Seit September vergangenen Jahres befindet sich die K+S-Aktie in einem intakten Aufwärtstrend, hat diesen mehrfach bestätigt. Zuletzt am Freitag und Montag. Wird dieser nun unterschritten, droht eine Korrektur bis in den Bereich um 36 Euro. Negativ zu werten ist, dass der Versuch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend auszubrechen gescheitert ist. Positiv hingegen, dass die 90-Tage-Linie (blau) dem Titel Halt gegeben hat, der Schlusskurs oberhalb dieser wichtigen Marke lag. Stabilisiert sich die Aktie im heutigen Handel an dieser Schwelle, könnte dies die Ausgangsbasis für steigende Notierungen in den nächsten sein - ein halbwegs freundliches Gesamtmarktumfeld vorausgesetzt.

Unsicherheiten vorhanden

Auch wenn das operative Geschäft bei K+S wieder in Schwung kommt, ist ein Investment in die Aktie aufgrund der charttechnischen Verfassung mit Unsicherheiten verbunden. Wer beim Ende Januar vorgestellten Derivat des Tages K+S MINI-Long (WKN TB2 Z45) von HSBC zugegriffen hat, setzt einen Stoppkurs auf Einstandsniveau bei 1,03 Euro. Sollte die Aktie den Aufwärtstrend tatsächlich verlassen, bleiben Anlegern dank des Stopps Verluste erspart. Vor einem Neueinstieg sollte ein Bruch des Abwärtstrends abgewartet werden.

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