Jungheinrich-Aktie: Trendwechsel nach Zahlen?
Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich konnte im zweiten Quartal am positiven Jahresauftakt anknüpfen und den Wachstumskurs fortsetzen. Anleger und Analysten zeigen sich gleichermaßen erfreut.
Jungheinrich hat die Umsatzerlöse im zweiten Quartal 2012 um sieben Prozent auf 552 Millionen Euro gesteigert und ein operatives Ergebnis von 38,2 Millionen Euro eingefahren. Unter dem Strich bleibt je Vorzugsaktie ein Gewinn von 1,60 (1,47) Euro. Trotz der positiven Entwicklung bleibt man für die kommenden Monate zurückhaltend: Der Vorstand sei zuversichtlich, ein operatives Ergebnis annähernd auf dem Niveau des Vorjahres erreichen zu können.
Kaufenswert
Es gibt nur wenige Aktien, bei denen die Analystenzunft sich dermaßen einig ist. Von 19 Analystenhäusern ziehen 17 bei der Vorzugsaktie von Jungheinrich ein positives Fazit. Commerzbank-Analyst Stephan Böhm hat den Titel nach Zahlen von "Add" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 29 Euro bestätigt. Die Herausforderungen im zweiten Quartal dürften weniger heftig ausfallen als zunächst von ihm angenommen, so Böhm. Unter anderem raten auch die Analysten der NordLB (Kursziel: 28 Euro), DZ Bank (34 Euro), M. M. Warburg (36 Euro) und Hauck & Aufhäuser (40 Euro) zum Kauf.

Abwärtstrend passé
Mit den Zahlen im Rücken konnte die Jungheinrich-Vorzugsaktie zur Gegenbewegung ansetzten und den Abwärtstrend in Angriff nehmen. Vorausgegangen war eine Bodenbildung im Bereich um 20,72 Euro. Die nächste markante Herausforderung stellt die horizontale Unterstützungszone um 24,00 Euro dar. Anleger, die der Empfehlung des AKTIONÄR gefolgt sind, bleiben weiter am Ball. Auch für einen Neueinstieg scheint es nicht zu spät, zumal die Prognose vor dem Hintergrund der laufenden Geschäftsentwicklung sehr konservativ erscheint. Ein Stoppkurs bei 19,00 Euro sichert ab.
(Mit Material von dpa-AFX)
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