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IVG Immobilien: Wird 2012 alles wieder gut?

Thomas Bergmann

Das Börsenjahr 2012 kann aus Sicht eines IVG-Aktionärs ruhigen Gewissens als Katastrophenjahr bezeichnet werden. Der Kurs hat sich in den letzten zwölf Monaten fast gedrittelt. DER AKTIONÄR wagt einen Ausblick auf 2012.

Seit Anfang 2011 kennt die IVG-Aktie nur den Weg in Richtung Süden. Nur kurze Zeit im Herbst probte das Papier den Aufstand - zwischenzeitlich stieg der Kurs von 2,15 Euro auf knapp vier Euro. Doch die Euphorie von damals ist längst verflogen. Die jüngste Kapitalerhöhung hat dem Unternehmen zusätzlich geschadet.

„The Squaire" als Milliongrab

Bauverzögerungen und höhere Baukosten beim Prestigeprojekt "The Squaire" haben die IVG-Bilanzen stark belastet. Der Immobilienkonzern wird aufgrund der Abschreibungen auf das Projekt für das laufende Geschäftsjahr einen hohen Verlust ausweisen müssen. Ob 2012 ein positives Vorzeichen erreicht werden kann, ist fraglich.

Viele Fragezeichen hat die jüngste Kapitalerhöhung hervorgerufen. IVG hat das Grundkapital um 50 Prozent erhöht und dabei eine starke Verwässerung des Substanzwertes in Kauf genommen. Und alles nur, um das Kavernengeschäft auszubauen? Nicht nur für Analyst Frank Neumann vom Bankhaus Lampe ist diese Erklärung "nicht ganz nachvollziehbar".

Schlechte News ante portas?

In den Augen Neumanns hat die Kapitalerhöhung zwei mögliche Ursachen. Entweder gebe es ein Abwertungsrisiko im Portfolio oder der Vorstand wolle sich aus Sorge um die Marktentwicklung 2012 einen finanziellen Puffer verschaffen. Wahrscheinlich werde es in den nächsten Wochen die News geben, welche die Kapitalmaßnahme erklären.

Top-Performer 2012?

Angesichts des deutlichen Abschlags auf den Net Asset Value hat die IVG-Aktie durchaus Luft nach oben, wie Neumann im Gespräch mit dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen erklärt. Eine schnelle Erholung sei aber nur dann möglich, wenn das Unternehmen bei der Portfoliobereinigung gut vorankommt. Neumann will aber die eine oder andere Wertberechtigung nicht ausschließen. "Das Management macht guten Job", so der Experte. Es tue alles Mögliche, um IVG wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen.

Trader, aufgepasst!

Die IVG-Aktie scheint äußerst günstig bewertet, dennoch gibt es einige Risiken zu berücksichtigen. Trotzdem sollte das Meiste im Kurs eingepreist sein, sodass sich ein Engagement auf dem aktuellen Niveau lohnen könnte. Wer jetzt zugreift, sollte den Stoppkurs im Bereich von 1,90 Euro platzieren.

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